Verkehrsunfallstatistik im Kreis Mettmann

Kreis Mettmann : Zahl der Unfälle ist im Kreis gestiegen

Die Gründe für einen Anstieg der Verkehrsunfälle sind vielfältig: hohe Pendlerzahlen und mehr Verkehr bei Sperrung der Autobahnen.

Die Zahl der Verkehrsunfälle ist im Kreis Mettmann 2018 um 217 auf 14.155 gestiegen. Insgesamt verunglückten 1792 Menschen. Dies ist laut Landrat und Polizeichef Thomas Hendele, der gestern die Verkehrsunfallstatistik vorstellte, eine Steigerung von 106 Verletzten. Sieben Menschen verloren auf den Straßen im Kreis bei Unfällen ihr Leben. 2017 waren es zehn Personen.

Verkehrsunfälle mit Verletzten Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 1785 Personen im Kreis verletzt, davon 1480 leicht, 305 mussten stationär im Krankenhaus behandelt werden. Im Vergleich zum Jahr 2017 stieg damit die Anzahl der leicht verletzten Personen um 9,87 Prozent. Bei den schwerverletzten Personen sank die Anzahl um 24 beziehungsweise 7,29 Prozent.

Fahrerflucht 2018 wurden 3649 Unfallfluchten im Kreis angezeigt. Das führte der Erste Polizeihauptkommissar Rolf Schefzig aus. Ihm zufolge stieg im Vergleich zum Vorjahr (3540) diese Zahl um 109 Vorgänge beziehungsweise 3,08 Prozent an. Die Aufklärungsquote betrug 41,46 Prozent. Im Vergleich zum vorvergangenen Jahr sank die Aufklärungsquote um 1,82 Prozentpunkte (43,28 Prozent).

Fahrerfluchten mit Personenschaden gab es in 112 Fällen. „In solchen Fällen arbeiten wir mit einer besonderen Ermittlungsgruppe zusammen, die einer Mordkommission ähnlich ist“, erläuterte Schefzig. In diesen schweren Fällen konnten 64,29 Prozent geklärt werden. Damit sank die Aufklärungsquote gegenüber dem Vorjahr um 2,38 Prozentpunkte.

Unfälle unter dem Einfluss von Alkohol und Drogen Im Jahr 2018 stand bei 150 Verkehrsunfällen mindestens ein Beteiligter unter dem Einfluss von Alkohol. Damit stieg die Anzahl dieser Verkehrsunfälle im Vergleich zum Vorjahr (137) um 9,49 Prozent. Hierbei verunglückten 64 Menschen. 54 waren es 2017. Davon wurden 17 Personen schwerverletzt und 47 Menschen leicht verletzt. Die Polizei kündigte in diesem Zusammenhang an, gerade an Karneval ihre Verkehrskontrollen wieder auszuweiten.

Verunglückte Radfahrer Insgesamt verunglückten 389 Rad- und 77 Pedelecfahrer auf Straßen und Wegen im Kreis. Es starben jeweils ein Rad- und ein Pedelecfahrer. 83 Rad- oder Pedelecfahrer wurden schwer und 381 leicht verletzt. Die Anzahl der verunglückten Rad-/Pedelecfahrer stieg im Vergleich zu 2017 (380) um 22,63 Prozent. „Eine Zahl, die alarmiert“, sagte Schefzig. Immer mehr Menschen fahren Pedelcs, also auf Rädern mit einem unterstütztenden elektrischen Antrieb. Besonders ältere Radfahrer sind in Unfälle verwickelt. Die Polizei empfiehlt dringend Schulungen, die von der Kreisverkehrswacht kostenfrei angeboten werden.

Verkehrsunfälle mit Motorradfahrern 2018 verunglückten 137 Motorradfahrer. 44 wurden schwer und 93 leicht verletzt. Die Zahl der verunglückten Motorradfahrer stieg im Vergleich zu 2017 (114) um 20,18 Prozent. Die Polizei wird ihre Kontrollen ausweiten, Biker aber auch vermehrt über mögliche Gefahren aufklären, sagte Hendele.

Verunglückte Kinder In der Statistik für das Jahr 2018 sind 174 Kinder erfasst, die in einen Verkehrsunfall verwickelt waren. Im Vergleich zum Vorjahr (184) sank die Anzahl der beteiligten Kinder um 5,43 Prozent. Die Anzahl der bei Unfällen verletzten Kinder auf dem Schulweg sank im Vergleich zum Vorjahr von 34 auf 26.

Unfälle mit älteren Menschen 700 Senioren waren bei Verkehrsunfällen beteiligt. Mit Senioren meint die Polizei Menschen im Alter von 75 Jahren und darüber. 29 Verunglückte waren als Mitfahrer unterwegs. Darüber hinaus wurden 169 aktive Verkehrsteilnehmer bei Unfällen verletzt. Zwei davon starben, 42 wurden schwer und 125 leicht verletzt. Im Vergleich zu 2017 stieg die Zahl der Verunglückten von 125 um 35,2 Prozent.

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