Verkehrskonzept: Stadt will Bürger einbinden

Unmut in Mettmann : Verkehrskonzept: Stadt will Bürger einbinden

Nachdem es zur Verkehrsberuhigung der Innenstadt und dem Gesamt-Verkehrskonzept von den Bürgern harsche Kritik gab, sollen ihre Sorgen nun in einem Beteiligungsverfahren gebündelt und bearbeitet werden.

(arue) Die Stadt Mettmann will zum Gesamtverkehrskonzept eine so genannte „Umsetzungswerkstatt“ anbieten, an der sich die Bürger beteiligen können. Diesen Beschluss hatte die Politik am 13. November gefasst. Das Verfahren soll ein Unterausschuss begleiten, für den der Rat am 10. Dezember endgültig grünes Licht geben muss. Um die zeitlichen Ziele zu erreichen – das Beteiligungsverfahren soll vor den Sommerferien 2020 abgeschlossen sein, damit das Thema Verkehr nicht im Kommunalwahlkampf zerrieben wird – soll der Unterausschuss jedoch bereits am 9. Dezember tagen, um das Verfahren in die Wege zu leiten. Hintergrund: Am bestehenden Konzept der Verkehrsberuhigung („Netztrennung“) der Mettmanner Innenstadt gibt es massive Kritik, Bürgerinitiativen haben sich gegründet. Die Politik wünscht nun, die Stimmen zu bündeln und zu überlegen, ob und wie ihnen entgegengekommen werden kann. Die Stadtverwaltung schlägt vor, mit Hilfe eines erfahrenen Moderationsteams zwei bis drei Werkstatt-Sitzungen von jeweils zwei bis drei Stunden Dauer anzubieten. In der ersten Veranstaltung würden die vorliegenden Ergebnisse des Verkehrsgutachtens noch einmal präsentiert und anschließend im offenen Dialog erörtert. In der zweiten Veranstaltung würden die noch offenen Punkte des ersten Werkstatttages präsentiert und mit den Teilnehmern diskutiert. „Sollte weiterer Bedarf bestehen, würde eine abschließende dritte Veranstaltung folgen“, heißt es. Insgesamt sei ein Zeitraum von vier bis fünf Monaten anzusetzen.

Der neue Unterausschuss tagt öffentlich am Montag, 9. Dezember, 17 Uhr, im Rathaussaal.

(arue)