Verkehrsgutachten in Mettmann

Verkehrsgutachter stellt neue Ampelschaltungen und Umbauten vor: Durchgangsverkehr soll draußen bleiben

Die Kreuzung Düsseldorfer Straße/Südring soll umgebaut werden. Autofahrer sollen die Umgehungsstraße und nicht durch die Stadt fahren.

Für lange Diskussionen im Planungsausschuss sorgten die Expertise des Verkehrsplaners Michael M. Baier (das Büro erstellt das Verkehrsgutachten),  die Verkehrsströme in Mettmann so zu lenken, dass weniger Durchgangsverkehr durch die Kreisstadt fährt. Autofahrer, die aus Richtung Wülfrath oder Düsseldorf kommen, sollen künftig noch mehr als bisher über die Osttangente und über den Südring geleitet werden.

Um dies zu erreichen, müssen an zahlreichen Knotenpunkten in der Stadt die Ampelschaltungen verändert werden. Baier nannte dies im Ausschuss „Pförtnern“. Das bedeutet: Autofahrer erhalten an einigen Kreuzungen eine längere Grünphase oder Rotphase als bisher. In den nächsten zwei Jahren sollen die Ampeln umgestellt werden. An der Wülfrather Straße/Goldberger Straße müssen Autofahrer, die aus Richtung Wülfrath kommen, künftig eine längere Rotphase in Kauf nehmen, wenn sie in die Innenstadt fahren wollen. Vor allem der Durchgangsverkehr (15 Prozent des Gesamtverkehrsaufkommens in Mettmann) soll frühzeitig über die Osttangente und dann weiter über Flurstraße-Beethovenstraße-Talstraße auf den Südring beziehungsweise nach Erkrath fahren. „Wir reden hier von einer Verlängerung der Rotphase um etwa 30 Sekunden“, sagt Stephan Kopp, Abteilungsleiter Bauen bei der Stadt Mettmann.

Ebenso werden die Ampelschaltungen an den Knotenpunkten Nordstraße/Berliner Straße und Berliner Straße/Düsseldorfer Straße verändert. Autofahrer, die über die Seibelquerspange, Nordstraße, Berliner Straße in Richtung Düsseldorfer fahren, erhalten eine längere Grünphase als bisher. Damit soll der Verkehrsfluss verbessert werden. Allerdings, so Baier, werde es geringfügig mehr Verkehr auf der Nord- und Berliner Straße geben.

Eine längere Grünphase gibt es auch an der Kreuzung Elberfelder Straße/Flurstraße für Autofahrer, die von der Osttangente kommen.

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Die große Kreuzung hinter der Kreispolizeibehörde (Düsseldorfer Straße/Südring/ L 239) soll umgebaut werden. Das heißt: Autofahrer, die aus Richtung Düsseldorf kommen, sollen über eine verlängerte Rechtsabbiegespur auf den Südring einbiegen können. Die Ampelschaltung in Richtung Innenstadt wird eine längere Rotphase bekommen. Gleichzeitig sollen Verkehrsteilnehmer, die vom Südring in Richtung Düsseldorf fahren wollen, künftig zwei Linksabbiegespuren erhalten, die sich nach 100 Metern auf der B 7 wieder zu einer Spur verkürzen.

„Wir werden unsere Vorstellungen Straßen NRW. vorstellen. Denn diese Behörde ist Baulastträger“, sagte Kopp. Ob Straßen NRW mitzieht, ist freilich noch völlig offen. Sollte die Landesbehörde „grünes Licht“ geben, würde Straßen.NRW die Kreuzung umplanen, die Stadt müsse allerdings zahlen. Rund 300.000 Euro macht die Stadt allein für die neuen Ampelschaltungen locker.

Der Kreis wird noch in diesem Jahr  einen Kreisverkehr an der Kreuzung Flurstraße/Gruitener Weg/ Beethovenstraße bauen. Der Umbau der Kreuzung Elberfelder Straße/Flurstraße folgt dann, sagte Kopp.

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