Verkehr auf der Berliner Straße in Mettmann

Es herrscht mehr Verkehr auf der Landstraße: Fußgänger auf Berliner Straße gefährdet

Gerade für ältere Menschen ist es schwierig, die viel befahrene Straße in Mettmann zu passieren. Die Fraktion Linke/Piraten fordert einen Zebrastreifen und eine Temporeduzierung.

Jürgen Gutt von der Fraktion Piraten/Linke forderte im Mettmanner Planungsausschuss die Verwaltung auf, sich bei Straßen NRW für die Einrichtung eines Fußgängerüberweges mit Zebrastreifen bei Edeka und einer Tempo-30-Zone im Abschnitt Posener und Brandenburger Straße einzusetzen. Gutt: „Aufgrund der massiven Verkehrszunahme auf der Berliner Straße ist die Querung vor Edeka zu einem gefährlichen Unterfangen geworden.“

Dies treffe vor allem Senioren, die eingeschränkt und nicht so mobil seien und für  Mütter mit Kinderwagen und Kinder, die Geschwindigkeit und Abstände nur schwer einschätzen können zu. Um die Gefahren bei der Querung der Berliner Straße zu reduzieren, wären eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 30 im oben genannten Bereich und die Einrichtung eines Fußgängerüberwegs mit Zebrastreifen notwendig.

Berthold Becker (SPD), der regelmäßig dort einkauft, kennt das Problem: „Es gibt dort nur eine Querungshilfe, außerdem zu wenige Parkplätze.“ Die Parkplätze, die direkt an der Straße liegen, seien schlecht anfahrbar, da sie senkrecht zur Straße liegen. „Da hat es beim Aus- und Einparken schon mehrere Unfälle gegeben“, sagte Becker. Außerdem könne er bestätigen, dass nach der Schließung von Rewe am Ringcenter die Frequenz bei Edeka enorm zugenommen habe. Ein Zebrastreifen, so Becker, sei notwendig. Auch eine Tempo-30-Zone befürwortet die SPD.

 Heribert Klein (SPD) spricht beim Parken von einem Sicherheitsrisiko. „Tempo 30 würde die Situation entschärfen. Da habe ich bessere Möglichkeiten, die Straße zu überqueren.“

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Dr. Stephan Kopp, Abteilungsleiter Bauen bei der Stadtverwaltung, erklärte im Ausschuss, dass es laut Verkehrsunfallkommission keine gravierenden Unfälle gegeben habe. 180 Meter von Edeka entfernt, gebe es einen Fußgängerüberweg mit einer Ampelanlagen, der auch von Schulkindern  genutzt werde.

Ein Zebrastreifen auf der Berliner Straße sei nicht zulässig, da mehr als 10.000 Fahrzeuge die Straße täglich befahren.

Kopp schlug vor, die genauen Fußgängerzahlen zu ermitteln und mit diesem Ergebnis bei der Verkehrsunfallkommission vorzusprechen. „Es herrscht eine unglückliche Situation. Aber wir können nicht den gesamten Bereich umgestalten.“ Außerden sei die Berliner Straße eine Landstraße und da sei das Mitspracherecht der Kommune sehr begrenzt.

Die Verwaltung soll nun prüfen, was an der Berliner Straße im Sinne der Fußgänger positiv verändert werden könne. Der Antrag wurde im Ausschuss bei einer Gegenstimme angenommen.