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Vereine in Mettmann: So wirkt die Maskenspende der Biber-Apotheke

Vereine in Mettmann : So wirkt die Maskenspende der Biber-Apotheke

Der auf 10.000 Euro verdoppelte Betrag kommt 20 Mettmanner Vereinen zu Gute. Drei Beispiele zeigen, wie das Geld hilft. Es ist hoch willkommen. Denn Corona belastet die Vereine.

Was Apothekerin Paula Nowodworski durch ihre Maskengutschein-Aktion einnahm, nämlich 5000 Euro, stockte sie auf – und verteilte 10.000 Euro an 20 Mettmanner Vereine – als Hilfe zur Erfüllung ihrer sozialen Aufgaben verteilt. Wir sprachen mit drei Empfängern.

So erhielt die Arbeiterwohlfahrt (AWO) einen Betrag von 175 Euro. „Wir haben uns über die Spende gefreut, für die wir sicherlich einen guten Verwendungszweck finden“, erklärt Hans Duncker. Der Vorsitzende des AWO-Ortsverbands macht deutlich, dass in der Zeit der Corona-Pandemie die Einnahmeseite für die AWO eher begrenzt ist und der Wohlfahrtsverband dankbar für jeden Euro sei: „Wir haben viele Aktionen, die in der Vergangenheit zum Beispiel durch Vorträge, Kurse und ähnliches in unserem Hause stattfanden, nach außen verlegt. Das hat sich bewährt und führt zu Einnahmen.“ Er verweist unter anderem auf die Essensauslieferung oder auch die mit der DLRG organisierten Fahrten für ältere Mitbürger zum Impfzentrum nach Hochdahl. Keinen Hehl macht der Mettmanner AWO-.Chef daraus, dass sich die Auswirkungen der Pandemie auf das Haushalts-Budget dieser wichtigen wohltätigen Organisation negativ auswirkt. „Ich bin aber meinen Mitarbeitern und ehrenamtlichen Helfern sehr dankbar, dass sie alles versuchen, um durch Aktionen unterschiedlichster Art das Defizit zu senken und dafür zu sorgen, dass die AWO weiterhin ihre sozialen Aufgaben erfüllen kann.“

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Über einen Betrag von 750 Euro war ME-Sport Geschäftsführerin Hayen begeistert. „Dafür sind wir dankbar“, mit der Finanzspritze soll bedürftigeren Klub-Kindern die Teilnahme an den bevorstehenden Freizeit-Camps ermöglicht werden. Wie viele andere Sportvereine leidet auch ME-Sport als einer der mit rund 4000 Mitgliedern größten Klubs in NRW unter einem Mitgliederrückgang in der Corona-Pandemie. „Das führt automatischen zu geringeren Einnahmen und muss erst einmal verkraftet werden“, betont Wilma Rohde. Die engagierte Vorsitzende verweist darauf, dass ME-Sport alles nur Mögliche versucht, um ein Pandemie-gerechtes Sportangebot aufrecht zu erhalten, wobei sie zugibt, dass dies aufgrund der strengen Hygiene-Auflagen für die einzelnen Abteilungen nicht einfach ist. Sie erklärt, dass der Vorstand zurzeit einen strengen Sparkurs fahre. „Davon sind auch die Übungsleiter hinsichtlich ihrer Aufwandsentschädigungen betroffen. Auch die hauptamtlichen Kräfte, vornehmlich auf der Geschäftsstelle, sind an der Konsolidierung der Vereinsfinanzen beteiligt. „Wir haben für einige Mitarbeiter Kurzarbeit angemeldet“. sagt Wilma Rohde. Was einst Jahrshauptversammlung hieß und jetzt als Delegiertenversammlung nach dem neuen Satzungsrecht im April ausfallen musste, hat einen neuen Termin. Samstag, 12. Juni, 11 Uhr, treffen sich die Beteiligten im Weltspiegel. „Kann aufgrund Corona die Delegiertenversammlung nicht in Präsenz stattfinden, werden wir diese dann als Alternative digital durchführen.“

Mit 1100 Euro wurde außerdem der Verein Ditib Türkisch islamische Gemeinde bedacht. „Das Geld werden wir für unsere neue Moschee Auf dem Hüls einsetzen“, erklärt Bari Erdogan. Der Vorsitzende der etwa 400 Mitglieder zählenden türkisch islamischen Gemeinde sagt, dass die neue Moschee, die seit drei Monaten genutzt werde, teuer war, weshalb die Spende besonders willkommen ist – vielleicht klappt’s auch noch mit einer offiziellen Einweihung.