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Erkrath: Verein hilft Fremdsprachlern

Erkrath : Verein hilft Fremdsprachlern

Der Erkrather Verein Integral stellt seine Arbeit auf Schautafeln in der Kreissparkasse Düsseldorf in Erkrath vor. Er vermittelt zwischen Migranten und Ämtern, Schulen und Wohlfahrtsorganisationen

Der Kassenbereich der Erkrather Sparkassenfiliale an der Bahnstraße ist für die nächsten zwei Wochen Schauplatz einer Wanderausstellung. Der gemeinnützige Verein Integral, der im Jahr 2007 in Erkrath gegründet wurde, stellt sich und seine Arbeit in der Sparkasse vor. "Wir verstehen uns als Schnittstelle zwischen Bürgern mit Migrationshintergrund und den verschiedenen Institutionen", erklärt die Diplom-Sozialpädagogin Karla Vollmer. Der Verein vermittelt zwischen Migranten und Ämtern, Schulen oder Wohlfahrtsorganisationen.

Dabei steht vor allen Dingen das Überbrücken der Sprachbarriere im Vordergrund. Die Angst vor Ämtern ist oft groß und soll mit der sprachlichen Unterstützung des Vereins überwunden werden. Auch die Wanderausstellung ist zweisprachig gestaltet und informiert die Besucher sowohl auf Deutsch als auch auf Russisch über die Aktivitäten von Integral.

Der Initiator kommt aus Russland

Pavel Vaysman ist Initiator des Pilotprojekts, kommt aus Russland und lebt seit 1995 in Deutschland. "Es gibt mehr als 100 Freizeit- und Hilfsangebote in Erkrath. Kaum ein Deutscher weiß das, wie sollen dann Migranten davon erfahren?", fragt er. Hier setzt der Verein an und vermittelt. Menschen informieren und Brücken bauen, das sind die Schwerpunkte.

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Neben einigen festen Mitarbeitern setzt der Verein vor allen Dingen auf das Engagement von Freiwilligen. Viele der ehrenamtlichen Helfer haben selbst einmal die Hilfsangebote in Anspruch genommen und bieten nun ihrerseits Unterstützung an. Dabei richtet sich das Angebot keineswegs nur an russische Mitbürger. Migranten jeder Nationalität können Rat und Tat der Organisation kostenlos in Anspruch nehmen.

Filialdirektor Wolfgang Soldin ist von der Sparkasse als Standort der Wanderausstellung überzeugt. "Unser Kassenbereich ist mit einem Marktplatz zu vergleichen. Hier kommen viele Menschen mit Migrationshintergrund vorbei. Wir wollen so eine Plattform bieten, die Türen öffnet." Die Stellwände in der Sparkasse zeigen Informationsplakate und Zeitungsausschnitte von vergangenen Aktionen. Als nächsten Ausstellungsort kann sich Pavel Vaysman unter anderem die Kreisverwaltung in Mettmann vorstellen. "Der Verein soll aber keine Konkurrenz zur Diakonie oder ähnlichen Organisationen darstellen", erklärt Karla Vollmer.

Das nächste Vorhaben des Integrationsvereins ist die Herausgabe einer zweisprachigen Broschüre, die über das Jugendamt informieren soll. Die Ausstellung in der Sparkasse ist noch bis Mittwoch, 7. September, in der Filialdirektion Erkrath zu sehen.

(RP)