Umbau der Mühlenstraße in Mettmann startet Anfang Mai

Mettmann : Umbau Mühlenstraße startet Anfang Mai

Bei einer Mobilen Redaktion der RP am Mittwoch, 24. April, 11 bis 12 Uhr, erklären Fachleute der Stadt die Pläne.

Der Ort für die Mobile Redaktion der RP unter dem „Waschbrett“ in Mettmann hat Tradition. Doch diesmal kann er kaum besser gewählt sein, denn die Tage des Unterstandes sind gezählt: Er wird abgerissen, wenn der Umbau der Mühlenstraße beginnt. Sie, die Orthsgasse und später die Bismarckstraße sollen attraktiver gestaltet werden – ein Bestandteil des integrierten Handlungskonzeptes für die Innenstadt. Die Ausschreibung sei erfolgt, „genauer Baubeginn und Zeitplan sind in Planung“, berichtet Thomas Lekies, Sprecher der Stadt Mettmann. Bei anderer Gelegenheit nannte Bürgermeister Thomas Dinkelmann kürzlich den 6. Mai als möglichen Baubeginn.

Mit dem Umbau sollen die Innenstadt attraktiver gestaltet, die Aufenthaltsqualität gesteigert und damit Gastronomie und Einzelhandel gestärkt werden. Doch nur einen Steinwurf vom „Waschbrett“ entfernt ist ein Euro-Shop dort eingezogen, wo zuvor ein attraktives Bekleidungsgeschäft auf großer Fläche Damenmode anbot. „Demnächst haben wir in Mettmann nur noch Billigläden. Das wird die Mettmanner zunehmend in die Nachbarstädte treiben. Stadtentwicklung stelle ich mir anders vor“, schreibt dazu Dagmar P auf der Facebook-Seite unserer Redaktion.

Zugleich verweisen die RP-Leser auf die Königshof-Galerie, wo die Lage in ihren Augen nicht viel besser aussieht: Dort eröffnet voraussichtlich am kommenden Donnerstag ein „Action“-Markt – ein „Non-Food-Discounter“, der mit günstigen Preisen wirbt. Und auf „Sport 2000“ folgt dort „Takko“, ein Anbieter günstiger Textilien. Die Kommentare der RP-Leser dazu klingen fast schon bitter: „Der Bedarf für ,billig’ scheint in Mettmann vorhanden“, schreibt Peter R. Auch die Mitglieder von Mettmann-Impulse sind mit der bisherigen Umgestaltung der Innenstadt unzufrieden: „Wir haben aus einem ehemals blühenden Jubiläumsplatz eine graue Beton-Ödnis gemacht, die jetzt als Busbahnhof daher kommt“, sagt Andreas Konrad.

So sieht die Mühlenstraße jetzt aus: Der Straßenbelag ist ein Flickenteppich. Rechts am Bildrand zu sehen: der Ein-Euro-Shop. Foto: Alexandra Rüttgen

Was also ist genau geplant? Welche Chancen eröffnet die Vollendung des Integrierten Handlungskonzeptes? Sind die Bürger mit den Ideen der Stadtplaner zufrieden? Was sagt die Politik dazu? Das soll bei einer Mobilen Redaktion der RP am Mittwoch, 24. April, 11 bis 12 Uhr, diskutiert werden. Interessierte sind eingeladen, sich daran zu beteiligen. Baudezernent Kurt-Werner Geschorec und Bürgermeister Thomas Dinkelmann stehen als Gesprächspartner bereit.

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