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Erkrath: Über 1000 Unterschriften für den Erhalt von Freiflächen

Erkrath : Über 1000 Unterschriften für den Erhalt von Freiflächen

Initiative "Zukunft für Unterfeldhaus" sammelt weiter. Die Grünen rufen in Hochdahl und anderen Ortsteilen zum Protest auf.

Der Protest gegen das Bebauen von Flächen in Randgebieten wächst. Die Initiative "Zukunft für Unterfeldhaus" hat nach eigenen Angaben fast 1000 Unterschriften gesammelt. "Dabei haben wir bisher nur per Flugblatt im Ortsteil Unterfeldhaus zur Unterschriftenaktion aufgerufen", sagt Sprecher Reinhard Parthe.

"Jetzt wollen wir auch in die anderen Stadtteile gehen." "Wir werden auf jeden Fall genug Stimmen zusammentragen, dass wir eine deutliche Bürgermeinung haben, um die Rat und Verwaltung nicht mehr drum herum kommen", sagt er. Seine Initiative kämpft seit langem um das Freihalten der Wiesen am Niermannsweg, die von Umweltschützern als Frischluftschneise für das dortige Wohngebiet gewertet werden.

"Wir wenden uns aber auch darüber hinaus gegen Bebauung in den Randgebieten", sagt Parthe. Damit steht seine Initiative nicht allein. Am Samstag haben die Grünen auf dem Hochdahler Markt mit einer Unterschriftensammlung gegen "die drohende Bebauung wertvoller Außenbereichsflächen" begonnen. "Zum Auftakt haben wir 70 Unterschriften bekommen. Wir machen jetzt weiter, sind nächste Woche in Unterfeldhaus und danach beim Sommerfest der Werbegemeinschaft", sagt Peter Knitsch. "Wir werden auch Listen auslegen."

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Dabei geht es der Partei vor allem um den geplanten Neubau der Feuer- und Rettungswache. Die nämlich soll nach den Vorstellungen von CDU, SPD und FDP nicht am jetzigen Standort, der Schimmelbuschstraße, entstehen, sondern auf den Flächen Kleines Bruchhaus, Neanderhöhe, Clever Feld oder Feldhof.

"Alle diese Flächen haben einen besonderen ökologischen Wert", betont Knitsch. Gegen diese Standorte sprächen außerdem: zeitaufwendige Planungsverfahren, erhebliche Kosten für Gutachten bezüglich Umweltverträglichkeit, Erschließung und Lärmschutz. Feldhof und Neanderhöhe seien darüber hinaus von den Feuerwehrleuten nicht schnell genug zu erreichen. Für den alten Standort sprechen: bestehendes Baurecht; die Lage sei einsatzstrategisch günstig, aufwendige Lärmschutzmaßnahmen seien nicht nötig, und es müsse keine neue Fläche beansprucht werden, so die Grünen. Darüber hinaus lehnen sie eine Bebauung des Außenbereichs zwischen Unterfeldhaus und Alt-Erkrath ab.

(RP/rl)