Kleinkunst an der Freiheitstraße Verona in Mettmann

Mettmann · Leichtfüßig und mit einem Picknick für alle kombiniert, geht die vormalige „Kultur im Treppenhaus“ jetzt als sogenanntes Treppenprogramm neu an den Start. Die Details zum Auftakt am Freitag.

Pfarrer Jürgen Artmann, hier mit Kollegin Pfarrerin Stephanie Franz, lädt zur Treppenmusik.

Pfarrer Jürgen Artmann, hier mit Kollegin Pfarrerin Stephanie Franz, lädt zur Treppenmusik.

Foto: Köhlen, Stephan (teph)

Auf den ersten Blick haben Mettmann und Verona nicht zu viele Gemeinsamkeiten. Wer aber hiesiger Stadtkenner ist und das Stufenensemble vor der Evangelischen Kirche an der Freiheitstraße kennt, fühlt sich – scheint noch dazu die Sonne lieblich – an eben diese italienische Stadt erinnert. An die einzigartige Atmosphäre auf den Steinstufen der Arena will Pfarrer Jürgen Artmann jetzt mit einem neuen Kleinkunstkonzept anknüpfen, dem Treppenhausprogramm.

Zu Jahresbeginn setzten der Pfarrer und die Mitglieder des Presbyteriums sich zusammen und feilten an Terminangeboten. Und weil es das Format „Kultur im Treppenhaus“ bereits sehr erfolgreich gab, es aber in der Corona-Pandemie „vollständig zum Erliegen kam“, wie Jürgen Artmann informiert, sollte die grundsätzliche Idee reaktiviert werden. „Kultur ist ein weiter Begriff“, führt er aus, „und klingt so schnell nach Großem. Wir aber wollen auch die Kleinkunst fördern.“ Der Auftakt ist Freitag, 24. Mai. Dann gibt es „Treppen-Musik unter freiem Himmel“.

Zwei Bands präsentieren Gecovertes, Rock und Pop für gute Laune. „Den hoffentlich lauen Maiabend eröffnet die Gruppe „Omega“, wie sich einige von Schlagwerker Wolfgang Wölke betreute junge Leute nennen, um 18.30 Uhr. Um 19.30 Uhr übernimmt „Sancold“ das Programm. Die Musiker von „Sancold“ sind Studierende, die in Mettmann groß geworden sind und sich immer wieder auch in ihrer alten Heimat für einen Auftritt treffen, erzählt Jürgen Artmann über Auftritte beim Heimatfest oder beim Blotschenmarkt. Er selbst übrigens spielt mit Pfarrkollegen in der Formation „Laut und Lästig“ – der Name stammt von Pfarrkollege Bertold Stark. „Vielleicht treten wir mal als Vorgruppe auf“, vor allem soll mit dem neuen Format jungen Leute eine Bühne und Plattform geboten werden. „Nicht nur aufs Genre Musik beschränkt, sollen alle Formate hier ihren Platz finden“, heißt die Kirche kulturaffine aller Art herzlich willkommen.

Für Getränke wird Donnerstag ausreichend gesorgt sein. „Wie in Verona können die Besucherinnen und Besucher ihre Speisen mitbringen“, soll ein Picknick für alle stattfinden. Der Einritt entfällt zugunsten einer Spende. Nach der Deckung der Kosten geht der Erlös an die Maria-Nenninghoven-Stift für die Unterstützung von Kindern und Familien.

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