Teiche im Comberg-Park in Metzkausen trocknen aus

Mettmann : Teiche im Comberg-Park in Metzkausen trocknen aus

Der Bürgerverein fordert dringend Abhilfe. Fauna und Flora werden vernichtet. Offenbar kommt nicht genügend Wasser aus den Quellen.

Der Bürgerverein Metzkausen schlägt Alarm:  Wie Mitglied Wolfgang Künzel mitteilt, seien Teiche am Regenrückhaltebecken und am unteren Ende der Kantstraße mehrmals leergelaufen beziehungsweise entleert worden. Jetzt sei im wahrsten Sinne des Wortes ein neuer Tiefpunkt erreicht.

Der Bürgerverein habe in den vergangenen zwölf Monaten mehrfach auf die Situation hingewiesen, zuletzt in einem ausführlichen Brief an die Untere Wasserbehörde, an die Stadt Mettmann und an den Bergisch-Rheinischen Wasserverband (BRW). Gezählt wurden mittlerweile acht Vorfälle dieser Art, so Kinzel. Immer wieder sei eine Reparatur der Absperrungen versprochen worden. Und: Die ausgeführten Arbeiten hatten keine dauerhafte Wirkung. Die Folge: Pflanzen seien abgestorben, das Schilf weitgehend verschwunden, Frösche und Amphibien verendet. Auch in den Teichen, die noch Wasser hätten, sei das biologische Gleichgewicht sichtbar gestört. Bürger und Anwohner seien laut Bürgerverein mittlerweile äußerst beunruhigt. Sie fürchten um ihre Teiche. Die Anzahl der Hinweise und Beschwerden, die beim Bürgerverein Metzkausen eingehen, sprächen eine deutliche Sprache.

Wolfgang Kinzel: „Trotz aller Bemühungen des Bürgervereins zeichnet sich keine Besserung ab. Ein klarer Ansatz oder wenigstens ein Zeitplan, wie dem Problem beizukommen ist, ist uns nicht bekannt. Alle Versuche, die zuständigen Stellen zu einem koordinierten Vorgehen zu bewegen, waren erfolglos.“ Es stehe fest, dass die Probleme erst seit dem Bau des neuen Regenrückhaltebeckens im Comberg-Park aufgetreten seien. Klaus Sänger, viele Jahre Vorsitzender des Bürgervereins Metzkausen, vermutet, dass die Quellzuflüsse nicht mehr ausreichen, um sämtliche Teiche mit Wasser zu befüllen. Die Mettmanner Verwaltung teilte auf Anfrage mit, dass zwischenzeitlich mehrere Maßnahmen zur Abdichtung ergriffen wurden, die bisher aber keinen Erfolg gebracht hätten. Eine Spezialfirma werde nun einen komplett neuen Dichtungssatz einsetzen. Der Austausch konnte jedoch wegen Lieferschwierigkeiten bislang noch nicht erfolgen. Die Arbeiten sollen aber im Juli ausgeführt werden. Dafür muss in beiden Teichen erneut das Wasser abgelassen werden.

Um den aktuellen Zustand zu verbessern hat die Stadt bereits eine sogenannte Blase gesetzt, um weiteres Leerlaufen zu verhindern. Eine zweite Blase wird im zweiten Teich heute oder morgen gesetzt. Die Gesamtsituation sei auch für die Stadt äußerst unbefriedigend.