Teich in Mettmann muss ausgepumpt werden

Feuerwehr und THW in Obmettmann im Einsatz : Helfer versuchen, den Damm zu retten

Ein Fischteich in der Gemarkung Obmettmann droht unkontrolliert leer zu laufen. Viele Helfer sind im Einsatz.

Feuerwehr, Technisches Hilfswerk, eine Baufirma und Nachbarn versuchen den Damm des Fischteichs in Obmettmann zu stabilisieren, der teilweise schon eingebrochen ist.

Ein Löschteich im Mettmanner Außenbezirk Obmettmann nahe der Alten Kölnischen Landstraße, der von einem Angelverein gepachtet worden ist, muss ab Donnerstagnachmittag abgepumpt werden. Grund hierfür ist ein drohender Bruch des Deiches rund um den Teich. Wie Matthias Mausbach, Leiter der hauptamtlichen Feuerwehr, mitteilte, haben vermutlich Ratten oder Nutrias den Deich zerstört.

Der Löschteich befindet sich in Privatbesitz und umfasst rund 34.000 Kubikmeter Wasser. Er wird von der Feuerwehr in Zusammenarbeit mit dem Technischen Hilfswerk (THW) abgepumpt. „Hierbei werden etwa 20.000 Liter pro Minute in den Mettmanner Bach geleitet, aus dem sich der Teich ursprünglich speist“, erklärt Matthias Mausbach.

„Der Teich muss schnellstmöglich abgepumpt werden, um den am Grund liegenden Ablauf (Mönch) zu reparieren“, sagt  Mausbach. „Ansonsten droht der Deich zu brechen und das Wasser würde sich unkontrolliert seinen Weg durch das Tal Richtung Stadtwald bahnen.“

Da das Wasser dann mit großer Fließgeschwindigkeit seinen Weg in Richtung Stadtmitte suchen würde, sei nicht ausgeschlossen, dass Brücken und Keller von angrenzenden Wohnhäusern in Mitleidenschaft gezogen würden. Da der Mettmanner Bach teilweise unterirdisch durch die Stadt verläuft, wären auch Schäden am Bauwerk möglich. Immerhin muss der Bach vom Teich bis zur Einmündung in die Düssel einen Höhenunterschied von 80 Metern überwinden.

THW und Feuerwehr hatten bis gestern Mittag das Wasser auf circa 45 Zentimeter Höhe abgepumpt. Normalerweise  hat der Teich eine Tiefe von 2,30 Meter, allerdings ist davon ein Meter Schlamm. Im Teich selbst befinden sich Karpfen und ein Wels, wie Mausbach mitteilt. Die Fische könnten eine Wassertiefe von 45 Zentimetern aushalten. Sollte der Teich allerdings leer laufen,  muss schnell gehandelt werden. Nach der jüngsten Entwicklung soll eine Restwassermenge im Teich bleiben, um den Fischbestand nicht zu gefährden..

Ein Nachbar hat jetzt Findlinge aus dem Wülfrather Kalksteinbruch geordert. Sie sollen als Stabilisatoren an den Damm gesetzt werden. Eine Baufirma ist aktuell dabei, mit einem Bagger den Damm freizulegen, damit der Mönch geöffnet werden  und das Wasser kontrolliert abfließen kann. Der Einsatz dauerte bei Redaktionsschluss noch an. Doch die Gefahr einer Überschwemmung ist gebannt.

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