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Tariferhöhung: 910 Maler im Kreis Mettmann sollten Lohnzettel prüfen

Tariferhöhung : 910 Maler im Kreis Mettmann sollten ihre Lohnzettel prüfen

Bereits im Mai hätte es für 910 Maler und Lackierer im Kreis Mettmann mehr Geld geben müssen. Darauf weist die Gewerkschaft IG Bau hin und rät dazu, die Lohnzettel zu prüfen.

Lohn-Plus für die Arbeit mit Pinsel und Tapezierrolle: Die rund 910 Maler und Lackierer im Kreis Mettmann streichen mehr Geld ein. Fachkräfte kommen nun auf einen Stundenlohn von 17,51 Euro – 2,1 Prozent mehr als bisher. Das teilt die Gewerkschaft IG Bau Düsseldorf mit und rät den Beschäftigten in der Region, ihre bislang letzten Lohnabrechnungen zu prüfen. Bereits ab der Mai-Abrechnung müsse das Plus auf dem Konto sein, erklärt Bezirksvorsitzender Uwe Orlob.

Der Gewerkschafter hat diese Erfahrung gemacht: Es gebe immer wieder Chefs, die um eine Lohnerhöhung gern einen Bogen machten. Wer bislang leer ausgegangen sei, solle sich deshalb an die Gewerkschaft wenden und die Lohnerhöhung rückwirkend einfordern, empfiehlt die IG Bau.

„Die Bauwirtschaft brummt – vor allem in Zeiten der Pandemie seien zahlreiche Gebäude und Wohnungen renoviert worden. Davon profitieren die Malerbetriebe. Jetzt bekommen die Beschäftigten endlich einen fairen Anteil an der guten Umsatzentwicklung“, teilt Uwe Orlob mit. Fachleute mit Gesellenbrief sollten ihre Arbeitskraft deshalb nicht unter Wert verkaufen und auf der Bezahlung nach Tarif bestehen. Anspruch auf den Tariflohn haben Gewerkschaftsmitglieder, deren Betrieb in der Malerinnung ist.

  • Martin Sträßer⇥Foto: Tanja Bamme
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Zudem seien die Mindestlöhne im Maler- und Lackiererhandwerk gestiegen. Gelernte Kräfte müssen aktuell mindestens 13,80 Euro pro Stunde bekommen – ein Plus von 2,2 Prozent. Beschäftigte ohne Ausbildung haben Anspruch auf einen Stundenlohn von 11,40 Euro (plus 2,7 Prozent). „Diese Löhne sind aber nur eine absolute Untergrenze. Gerade mit Blick auf die aktuelle Hochkonjunktur im Baunebengewerbe sollten Fachleute auf dem deutlich höheren Tariflohn bestehen“, betont die Bau-Gewerkschaft.

(dne)