Erkrath: Tanzen macht Spaß

Erkrath : Tanzen macht Spaß

50 Kinder studieren bei der Treffpunkt-Leben-Gemeinde ein Musical ein.Sie spielen und besingen das Leben des hebräischen Königs Josia.

Was Kinder alles lernen können, wenn sie sich darauf einlassen, in der Treffpunkt-Leben-Gemeinde Erkrath ein Musical einzustudieren! „Josia“ heißt das Musical mit dem einprägsamen Untertitel „Der hyperphantastische-vollautomatische-alles-weiß-schnell Computer“. Und Josia heißt der hebräische Junge, der im Jahre 632 v.Chr. im Alter von acht Jahren zum König des judäischen Reiches gekrönt wurde. Das Alter ist aber wohl das einzige, was Josia und 50 Kinder zwischen acht und 13 Jahren aus Erkrath und Umgebung miteinander verbindet.

Dynamische Musikpädagogin

Trotzdem werden die Kinder am Sonntag, 9. März, um 16 Uhr über das Leben des hebräischen Königs spielen, tanzen und singen. Und bis dahin müssen sie eine ganze Menge lernen. Wie viel Freude das macht, konnten die Erwachsenen bei den Proben an der Heinrich-Hertz-Straße 25 in Unterfeldhaus bereits feststellen. Die moderne Musik zum Musical von Alexander Lombardi und Gregor Breier wird den Kindern sehr professionell von Carolin Hlusiak, einer dynamischen Musikpädagogin, nahegebracht. Eigens für dieses Musical wurde sie von der Treffpunkt-Leben Gemeinde engagiert. Die Lieder studiert sie mit allen 50 Kindern ein. Jedes Kind hatte vorab eine CD erhalten. So konnten sie sich zu Hause mit den Liedern vertraut machen. Bei einem Casting wurden dann die musischen Schwerpunkte der Kinder festgestellt. Aber von berüchtigten TV-Castings distanzierte sich Carolin Hlusiak ausdrücklich. Sie will lediglich erkennen und zuordnen, was jedem Kind am meisten Freude macht. Zusätzlich zum Chorsingen gibt es noch verschiedene Workshops. Zur Tanzgruppe mit Bianca Ruck und Steffi Schober haben sich zehn Mädchen gemeldet. Die führten ihren sogenannten Scheibenwischer-Tanz bereits nach den ersten Übungsschritten ganz routiniert vor. Einige haben schon Tanzerfahrung. Für Solostimmen, für Kostüme, für das Bühnenbild und andere Requisiten gibt es weitere Workshops. Die werden zum Teil von kundigen Gemeindemitgliedern geleitet.

Workshop „Oase“

Und dann gibt es noch den speziellen Workshop „Oase“, eine typische „Treffpunkt-Leben-Idee“. Das hat nämlich nichts mit der technischen Organisation des Musicals zu tun, sondern mit dem so wichtigen Wohlfühl-Gedanken. Wer immer Sorgen hat, Probleme oder Beschwerden, der kann sich bei der Oase-Frau melden und seine Sorgen hier besprechen. 20 erwachsene Gemeindemitglieder sind mit der Einstudierung des Musicals betraut, sagt der verantwortliche Jugendleiter Timo Pickhardt. Die Kosten pro Kind betragen etwa 40 Euro. Die Gemeinde hofft, dass diese Auslagen von den Eltern der Kinder freiwillig aufgebracht werden. Bei der Aufführung am 9. März wird dafür gesammelt.

(RP)
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