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Susanne Kamps, Daniela Werth und Ana López-Montes im Kunsthaus Mettmann

Susanne Kamps, Daniela Werth und Ana López-Montes in Mettmann : Drei Künstlerinnen zeigen ihre feinen Mixturen

Im Kunsthaus eröffnet Freitag die Ausstellung „Feinermix“ von Susanne Kamps, Daniela Werth und Ana López-Montes. Die Schau ist bis zum 19. Dezember an der Mittelstraße 27/29 samstags und sonntags zu sehen

Unterschiedlicher geht es kaum als bei Susanne Kamps, Daniela Werth und Ana López-Montes und ihren unterschiedlichen Bildwelten. Alle drei zeigen gemeinsam ab Freitag „Feinermix“ im Kunsthaus an der Mittelstraße.

Susanne Kamps’, ehemalige Meisterschülerin von Hermann-Josef Kuhna, Werke strahlen vor Farben- und Lebensfreude. Mal ist das ein Schminktisch mit sämtlichen Utensilien, nicht zu vergessen ihre Katze Seraphine, schön dekorierte Austern nebst Käse, dort die Boulongerie „Chez Monsieur Valeret“ in Paris und weitere Schaufenster von Hutmachern oder Delikatessgeschäften.

Ihre Vorbilder sind die Maler des Fauvismus wie Henri Matisse und Pierre Bonard – die jungen Wilden des frühen 20. Jahrhunderts in Frankreich. Die Liste der Ausstellungen und der Stipendien von Susanne Kamps, 2019 Drittplatzierte beim Cynthia Carbet Young Masters Prize in London, ist beeindruckend. Zuletzt verbrachte die Malerin ihre Arbeitszeit im „International Café des Arts“, einem der drei Ateliers, die der Verein Düsseldorfer Künstler in Paris unterhält.

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In der Schau im Kunsthaus führt der Weg aus der bunten Welt Susanne Kamps’ in die vergängliche, morbide Welt der Daniela Werth. Zunächst nehmen die großen Darstellungen toter Insekten gefangen, die ihre Nähe zur Grafik nicht verleugnen können. Dazu zeichnet sie mit Graphit auf Polyesterfolie und trägt mit einem breiten chinesischen Pinsel aus Ziegenhaar starken Kaffee auf. Sie will damit die Schönheit des Verfalls als Hymne an die Vergänglichkeit zeigen.

Motiv weiterer Arbeiten sind Raben. Sie sind nicht nur Aasfresser, sondern kluge Vögel, in der Antike verehrt und seit dem Mittelalter ein Todesbote. Diese Bilder, auch auf Polyesterfolie gebannt, gestaltete Danilea Werth mit zarten Farben.

Die dritte im Bunde, Ana López- Montes ist Mexikanerin und hat durch psychische Krisen nach der Geburt ihrer Tochter ihre bis dato entstandenen Werke komplett zerstört. Erst mit dem Heranwachsen der Tochter, mit der sie dann zusammen malte, begann ein neuer kreativer Prozess. Diese Gemeinschaftsarbeiten zerreißt sie, um aus den Papierstreifen eindrucksvolle Collagen zu schaffen.

Hätte Ana López-Montes nicht die Mettmannerin Simone Winkler als Freundin und Unterstützerin an ihrer Seite gehabt, hätte sie schwer aus der Depression gefunden. Ihr ist zu verdanken, dass die Bilder im Kunsthaus ausgestellt werden und Betrachter sehen, wie sich Destruktives in Konstruktives verwandelt.