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Sturmtief Ignetz in Mettmann: Frau durch herabfallende Äste verletzt

Sturm in Mettmann, Erkrath, Wülfrath : Geknickte Äste verletzen eine Frau

Das Sturmtief Ignatz sorgte am Donnerstag für zahlreiche Einsätze von Feuerwehr und Polizei. Im Neandertal und in Trills kippten ganze Bäume auf die Straßen.

Feuerwehr und Polizei waren am Donnerstag stundenlang im Einsatz, um die Folgen des Herbststurms Ignatz zu beseitigen. Seit Mitternacht wehten Sturmböen mit bis zu 100 Stundenkilometern durch Mettmann, Erkrath und Wülfrath. Wie die Feuerwehr Mettmann mitteilt, wurde in Mettmann ein Frau von herabfallenden Ästen getroffen und verletzt. Der Rettungsdienst übernahm die Versorgung der Frau.

Im Mettmanner Stadtteil Obschwarzbach krachte laut Feuerwehr ein schwerer Ast auf die Motorhaube eines BMW. Hier sei der Autofahrer mit einem gewaltigen Schrecken, aber immer unverletzt davongekommen. Sein Bolide nahm jedoch erheblichen Schaden. Auf dem Jubiläumsplatz in der Mettmanner Innenstadt drohte ein großer Schirm wegzufliegen. Gestänge und Plane wurden von den Böen auf einen Hauserker gedrückt. Die Feuerwehr musste den Schirm sturmfest vertäuen.

 Auf der Talstraße im Neandertal lag ein großer Baum quer über der Fahrbahn und musste beseitigt werden.
Auf der Talstraße im Neandertal lag ein großer Baum quer über der Fahrbahn und musste beseitigt werden. Foto: Feuerwehr Mettmann

Ansonsten waren in den drei Städten an zahlreichen Stellen die Motorsägen zu hören. Erfahrene Feuerwehrleute hatten aller Orten die Sägen geölt und betankt, als der Sturm angesagt wurde. Im Neandertal lag ein großer Baum quer auf der Talstraße. Dort musste die Polizei nach Angaben einer Sprecherin die Straße für rund 30 Minuten sperren, damit die Feuerwehr den Baum zersägen und zur Seite schaffen konnte. Auch in Erkrath Trills stürzte ein Baum um und musste von der Feuerwehr beseitigt werden. An der Schimmelbuschstraße wurde ein liebevoll restaurierter Opel Rekord von einem Ast getroffen. Die Erkrather Feuerwehr meldete Sturmeinsätze in Alt-Erkrath und Hochdahl.

 In Obschwarzbach traf ein schwerer Ast dieses Auto.
In Obschwarzbach traf ein schwerer Ast dieses Auto. Foto: Feuerwehr Mettmann
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Die Polizei zählte im gesamten Kreisgebiet seit Mitternacht bis 10 Uhr rund 30 Einsätze. Darunter seien zahlreiche kleinere Sachschäden gewesen, die die Polizei aufaddiert und auf insgesamt 6500 Euro schätzt.

Die Stadt Mettmann sperrte am Donnerstagmorgen die Friedhöfe Goethestraße und Lindenstraße für Besucher. Die geplanten Beisetzungen fanden auf beiden Friedhöfen statt. Angehörige und Besucher der Beisetzungen auf dem Friedhof Goethestraße wurden gebeten, den Eingang über die Friedhofsstraße und die Goethestraße zu nutzen, der Friedhof Lindenheide konnte über das kleine Zugangstor vom Parkplatz und die Wülfrather Straße betreten werden.