Mettmann/Erkrath/Wülfrath: Sturm entwurzelt zahlreiche Bäume

Mettmann/Erkrath/Wülfrath : Sturm entwurzelt zahlreiche Bäume

Die Orkanböen haben in Mettmann, Erkrath und Wülfrath hohen Sachschaden verursacht. Vereinzelt fiel der Strom aus.

Die Feuerwehren in Mettmann, Erkrath und in Wülfrath waren gestern im Dauereinsatz. Zahlreiche Bäume waren auf Straßen gestürzt, hatten Fahrzeuge unter sich begraben. Nach Auskunft der Wehren gab es keine Verletzte, aber hohen Sachschaden.

In Mettmann stürzte ein Baum an der Brandenburger Straße auf zwei geparkte Fahrzeuge. Im gesamten Stadtgebiet stürzten Bäume um. Die Feuerwehr Mettmann zählte bis gegen 14 Uhr 50 Einsätze. Vorsorglich war der Friedhof Goethestraße gesperrt worden. Gegen 10.40 Uhr gab es vereinzelt Stromausfälle im gesamten Stadtgebiet. Ursache dafür sind vom Sturmtief entwurzelte Bäume und abgebrochene Äste, die die Stromleitungen beschädigt haben.

An der Berliner Straße in Mettmann begrub ein umgestürzter Baum zwei geparkte Autos unter sich. Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Foto: Janicki Dietrich
Auf der Goethestraße in Mettmann musste ein Baum zersägt werden. Mitarbeiter des Bauhofs waren auch im Einsatz. Foto: Janicki Dietrich
Ein Lkw wurde in Wülfrath an die Seite gedrückt. Foto: Janicki Dietrich
Der Wülfrather Stadtpark ist gesperrt. Foto: Janicki Dietrich
In Mettmann fielen zwei Bäume neben ein Haus. Foto: Janicki Dietrich

Die Feuerwehr richtete um 11 Uhr eine Sonderstabstelle an der Laubacher Straße ein, um bei Notfällen die Einsatzkräfte koordinieren und möglichst schnell reagieren zu können. Um 11.25 und um 13 Uhr gab es in Mettmann Sirenenalarm. "Wir haben alle verfügbaren Kräfte zur Wache gerufen", sagte Sebastian Korn von der Feuerwehr. Die waren auch dringend nötig, denn ab 11. 15 gingen die ersten Hilferufe ein. Die Wehr musste umgestürzte Bäume auf dem Düsselring, Kaldenberg, Römerstraße, Am Kolben und in Metzkausen zersägen. Der Bauhof unterstützte die Arbeit der Wehr mit vier Trupps. Bäume stürzten an der Goethestraße und im Neandertal um und blockierten die Straßen. Durch umgestürzte Bäume sind unter auf der Berliner Straße und in Mettmann-Süd mehrere Autos beschädigt worden. Die Regiobahn stellte gegen 11.10 Uhr den Betrieb ein und stellte den Fahrgästen Busse und Taxen zur Verfügung. Der Bibelskircher Weg wurde aufgrund umgestürzter Bäume gesperrt. In Wülfrath hatte sich die Feuerwehr bereits am Mittwoch vorbereitet: Motorsägen wurden kontrolliert, Fahrzeuge voll getankt und fast 1000 Sandsäcke befüllt. 28 Einsätze bewältigten die 38 Kräfte gestern. Aus Sicherheitsgründen sperrte die Kalkstadt Panoramaradweg, Stadtpark und den Friedhof Alte Ratinger Landstraße. Weil beispielsweise auf der Zuwegung zur Kleingartenanlage Bäume auf der Fahrbahn lagen, war die Velberter Straße/Ecke Silberberger Weg ebenfalls dicht. Von den 750 Kindern der drei Grundschulen Ellenbeek, Lindenschule und Parkschule blieben circa 200 Mädchen und Jungen von vornherein zu Hause. Grundschulkinder verbrachten die Pausen im Unterrichtsgebäude. Realschule, Sekundarschule und Gymnasium beendeten den Unterricht nach der 4. Stunde. In Erkrath zählte die Wehr bis um 15 Uhr insgesamt 47 Einsätze. 56 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Die Schwerpunkte lagen in den Stadtteilen Hochdahl und Alt-Erkrath. An der Isarstraße, am Heiderweg sowie an der Freiheitsstraße stürzten Bäume auf Häuser. Auf der Kirchstraße, der Bongard- der Neander- und der Beethovenstraße wurden Autos durch umgestürzte Bäume beschädigt.

(RP)
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