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Wülfrath: Strohmann lockt Städter auf den Hof

Wülfrath : Strohmann lockt Städter auf den Hof

Die Landjugend Wülfrath und Familie Düring laden für den 17. Juni zum Tag des offenen Hofes ein. Dann können Besucher nicht nur Maschinen, Ställe und Tiere besichtigen. Es zeigt abseits von Klischees auch das moderne Leben auf einem Bauernhof.

Salat, Porree, Gurke – und fertig ist das Mondgesicht! Oder war das doch etwas anders? Am Wochenende funktionierte es aber genau so: Seitdem strahlen die Strohfiguren der Landjugend aus ihren kugelrunden Gesichtern mit dem strohpieksigen Teint. "Tag des offenen Hofes" ist die Botschaft, die die sanften Riesen dieses Jahr wieder verkünden. Diesmal öffnet Familie Düring am 17. Juni Tor und Ställe, um allen Wülfrather Interessierten das Leben auf dem modernen Bauernhof zu zeigen.

Zu sehen gibt es da viel: "Dürings verfügen über eine moderne Biogasanlage. Durch diese werden wir an dem Tag auch führen und genau erklären, wie diese Art der Energieerzeugung funktioniert." Und das ist noch längst nicht alles, verspricht Lisa Niermann (20): "Ein Streichelzoo mit Ziegen, Schweinen, Hühnern und einem Esel erwartet die Besucher. Außerdem: ein Maschinenpark, eine Strohburg, verschiedene Aktionen für Kinder, Leckeres vom Grill und das schon so oft bewährte Kuchenbuffet der Landfrauen."

Engagement in der Gruppe

Insgesamt ein Riesenprogramm, das auch schon im Vorfeld den Jugendlichen einiges an Arbeit beschert. Doch mit hoch gekrempelten Ärmeln, einer guten Koordination und jeder Menge Spaß bei der Sache, stehen nicht nur die gute Planung, sondern auch die riesigen Strohfiguren innerhalb von ein paar Stunden Fleißarbeit der elf Wülfrather. "Mit dem Frontlader ab ins Feld, zwei Ballen flach aufstellen und einen weiteren senkrecht als Kopf drauf hieben. Dann das Gemüse als Gesicht anbringen. Zuletzt das Tuch mit der Aufschrift mit vier Nägeln befestigen, und voilà – fertig ist der Strohmann", erklärt stolz Tanja Schreiber (19), die gerade erst zur Rheinischen Kartoffelkönigin gekürt wurde.

Und siehe da: Am Düsseler Tor, an der Dieselstraße und in Koxhof laden die Strohmänner die Stadtmenschen zum Schnuppern auf den Bauernhof ein und die Wülfrather Landjugendlichen haben mal wieder eine erfolgreiche Aktion und drei Strohmänner mehr auf die Beine gestellt.

Für Lisa Niermann bedeutet das mehr Freizeitbeschäftigung als zusätzliche Arbeit: "Sich als Gruppe zu engagieren, macht uns allen viel Freude. Etwas zu planen und dann umzusetzen, schweißt unheimlich zusammen. Allein dieser Zusammenhalt ist schon ein tolles Gefühl."

Anscheinend eine Win-win-Situation: Eva Birkenholz jedenfalls ist begeistert, als sie auf ihrer Joggingrunde vor dem strohigen Riesen steht. "Wir leben hier so idyllisch ländlich. Wie sehr wir Wülfrather das auch zu schätzen wissen, zeigen die fröhlichen Strohfiguren zum Tag des offenen Hofes. Wir freuen uns darauf."

(RP)