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Mettmann: Streit um Schlagloch-Weg geht weiter

Mettmann : Streit um Schlagloch-Weg geht weiter

Christel Ziel, Anwohnerin des „Schlagloch-Wegs“ von der Hufe in Richtung Kölnische Straße, kritisiert die Äußerung des städtischen Fachbereichsleiters Kurt Werner Geschorec, der erklärt hatte, ein Teil der in Rede stehenden Wegeparzelle sei der Stadt zugesprochen worden, der andere Teil sei von Privaten erworben worden. „Bei dem anderen Teil“, so Christel Ziel, „ handele es sich um eine Wegeinfahrt von 68 Quadratmetern. Der Teil des Weges, der mit Schlaglöchern übersäht ist, und für den das Grundbuchamt nunmehr das Eigentum der Stadt Mettmann festgestellt hat, mache 3900 Quadratmeter aus.

Stadt hat asphaltiert

Im Übrigen sei es nicht so, dass die Stadt Mettmann nun für 30 Kilometer öffentliche Wege die Straßenbaulast habe. Eine Rechtspflicht besteht nur dort, wo die Gemeinde in der Vergangenheit auch die Unterhaltung freiwillig übernommen habe, sagt die Anwohnerin. „Das dürfte bei den angesprochenen 30 Kilometern nur einen verschwindenen Bruchteil ausmachen. Bestes Beispiel sei die in Rede stehende Wegeparzelle. Hier habe die Stadt in früheren Zeiten, so Ziel, den Weg regelmäßig auf zwei kurzen Teilstücken asphaltiert beziehungsweise mit Mineralgemisch aufgefüllt und damit den Zugang zu den Anliegern ermöglicht. Nur hier bestehe ein rechtspflicht. Hingegen folge die Straßenmbaulast nicht automatisch aus der Eigentumslage.

Besonders interessant sei, so Christel Ziel, der Umstand, dass der von Kurt Werner Geschorec angeführte Ratsbeschluss offenbar nicht für alle im gleichen Maße gelte. So sei das Tiefbauamt im letzten Jahr angerückt, um den Privatweg eines benachbarten Landwirts auszubessern, obwohl dieser Weg für den öffentlichen Verkehr gesperrt sei. Dieses Wegestück sei ungefähr so lang, wie die beiden erwähnten teilstücke, über die der öffentliche Verkehr laufe, deren Ausbesserung die Stadt aber seit Jahren ablehne. Hier werde mit zweierlei Maß gemessen., so Christel Ziel.

(RP)