Stellenwechsel im Mettmanner Rathaus

Büroleiterin verlässt die Kreisstadt: Dinkelmann sucht Nachfolge für Stabsstelle

Die bisherige Büroleiterin Silvia Nolte verlässt zum 1. November die Kreisstadt.

„Manchmal ist ein Bürgermeister einsam und braucht Rat“, sagt Thomas Dinkelmann. Silvia Nolte, Stadtsprecherin und Leiterin des Büros des Bürgermeisters, habe Dinkelmann in diesen Momenten geholfen. Sie habe Konzepte und Strategien erarbeitet, wie man schwierige Sachverhalte löst und Veranstaltungen auf die Beine stellt. Man bedenke: Bürgermeister Dinkelmann ist parteilos und kann sich nicht mal eben Rat bei der Partei oder der Fraktion holen. Deshalb war es für ihn auch keine frohe Botschaft, das Silvia Nolte (52) zum 1. November die Kreisstadt verlässt und in Witten als Chefin die Stadtmarketing-Gesellschaft mit 13 Mitarbeitern übernimmt. „Stadtmarketing ist meine Leidenschaft“, sagt sie. Und da konnte sie in Mettmann als Leiterin des Bürgermeisterbüros nicht besonders punkten. Denn: Es galt zunächst dem Bürgermeister den Rücken freizuhalten und ihn bei so wichtigen Events wie der Tour de France zu unterstützen beziehungsweise die Organisation mit in die Hand zu nehmen.

„Für die Stadt Mettmann ist der Weggang von Dr. Nolte ein großer Verlust“, sagt Dinkelmann. Nolte habe ihm gegenüber uneingeschränkte Loyalität gezeigt und sich enorm ins Zeug gelegt. Die Länge der täglichen Arbeitszeit sei für sie zweitrangig gewesen.

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Die Stabsstelle im Mettmanner Rathaus wird wieder besetzt. „Wir werden die Stelle (die nach A14/15 mit rund 5500 Euro besoldet wird), intern und extern ausschreiben“, sagt Dinkelmann. Er überlegt noch, wie das genaue Anforderungsprofil aussieht. Fest stehe, dass die Stelle „politischer“ wird. Das bedeutet: Wer demnächst auf diesem Stuhl sitzt, soll vermehrt den Kontakt zu den Parteien, Fraktionen und den Vereinen suchen. Hinzu soll das Citymanagement stärker in den Fokus rücken. Dinkelmann geht davon aus, dass die Stelle bis zum 1. November noch nicht wieder besetzt ist. „Wir werden uns Zeit lassen“. Für ihn, der 2020 wieder gewählt werden möchte, ist der Kontakt zum Bürger noch wichtiger geworden. Deshalb gibt es im Rathaus demnächst eine neue Stelle, die sich aus nicht mehr vollen Stellen in den Vorzimmern zusammensetzt. 63 Bewerbungen gibt es für diese Position, die neben Sekretariatsaufgaben auch den Kontakt zu den Bürgern umfasst.

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