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Mettmann: Startschuss fürs Gemeindehaus

Mettmann : Startschuss fürs Gemeindehaus

Am Lavalplatz wird ein Bau mit einer großen Glasfassade errichtet. Darin befindet sich ein Kirchencafé, das zum zentralen Treffpunkt werden soll. Das Zentrum kostet 2,4 Millionen Euro und wird über den Verkauf der Flächen an der Friedhofstraße bezahlt.

Der Baugenehmigung liegt seit Mai auf dem Tisch, die Finanzierung ist gesichert, am 12. September rollt der Bagger an: Dann beginnen die Erdarbeiten für den Bau des neuen Gemeindezentrums der Evangelischen Kirchengemeinde Mettmann. Nach derzeitigem Stand kostet die "Neue Mitte" 2,4 Millionen Euro. Das Geld stammt aus dem Verkaufserlös der Flächen an der Friedhofstraße. Dort plant Investor Paeschke aus Langenfeld ein neues Wohnviertel. Das alte Gemeindezentrum mit Nebenhäusern und der Kindergarten werden abgerissen.

"Wir müssen uns umorientieren", sagt Baukirchmeister Ottokar Iven, der die Planung von Anfang an begleitet. Die Zahl der Gemeindeglieder ist in den letzten Jahren zurückgegangen. Die Kirchengemeinde muss sich von Immobilien trennen, die nicht mehr ausgelastet sind, sich kleiner setzen und Aufgaben bündeln. Im Haus Friedhofstraße hatten 400 Menschen Platz, im neuen Zentrum sind es 150. Allerdings finden im Foyer weitere Menschen Platz.

Der Bau hat eine gläserne Fassade. Im Innern befinden sich der Gemeindesaal (er kann in drei kleinere Räume unterteilt werden), Büros, ein Besprechungsraum, Toiletten, Versorgungs- und Technikräume, ein Archiv und das Kirchencafé. "Das Café soll zentraler Kommunikationspunkt der Gemeinde werden", sagt Iven. Vermutlich wird ein Profi das Café betreiben. "Mit ehrenamtlichen Kräften allein ist das nicht zu stemmen", sagt der Baukirchmeister.

Das neue Gemeindehaus ist von mehreren Seiten zugänglich. Vom Lavalplatz führt eine große Treppe zum Innenhof. Er eignet sich für Veranstaltungen aller Art. Barrierefrei lässt sich das Haus von der Königshofstraße, vom Lavalplatz durchs Kirchencafé und vom Mahnmal aus erreichen. Die Treppe zwischen Kirche und Haus Freiheitstraße 17 wird von der Kirchengemeinde saniert, das Tor zum Innenhof der Kirche wieder geöffnet. Ob dies allerdings noch im Jahr 2012 oder erst in 2013 passiert, kann Ottokar Iven nicht sagen. Geplante Eröffnung des Zentrums ist Herbst 2012.

Ursprünglich wollte die Kirchengemeinde das neue Gemeindehaus mit Erdwärme beheizen. Doch die Geothermie war zu teuer. Eine Pellet-Heizung wurde ebenfalls verworfen. Der Grund: Kein Platz für ein großes Pellet-Lager. "Wir haben uns nun für eine konventionelle Gas- und Brennwert-Technik mit Wärmetauscher entschieden", sagt Iven.

Die Kirchengemeinde verfügt auf ihrem eigenen Grundstück über neun Parkplätze, die nach der Stellplatz-Verordnung nachgewiesen werden müssen. Während der Bauarbeiten fallen zehn Parkplätze auf dem städtischen Parkplatz an der Königshofstraße weg. "Wir brauchen Platz für den Baukran und für Baumaterialien", sagt Iven.

(RP/rl)