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Wülfrath: Start der Sekundarschule ist gelungen

Wülfrath : Start der Sekundarschule ist gelungen

Regierungspräsidentin Anne Lütkes zeigt sich nach Gesprächen mit den Schülern begeistert: "Hier ist schon viel Gutes passiert."

Obwohl ihnen die sechs Damen und Herren fremd waren, hatten die Wülfrather Kinder keine Schwierigkeiten sich zu öffnen. Zunächst eher schüchtern, dann immer selbstbewusster erzählten die Schüler über ihre Erfahrungen an der Sekundarschule. Beim gestrigen Besuch der Regierungspräsidentin Anne Lütkes präsentierten sich die Kleinen als ganz Große. "Hier ist es toll, weil ich verstehe, was ich lernen soll", fasste ein Mädchen ihren Eindruck von der neuen Schule zusammen. Ein Statement, das Anne Lütkes begeisterte: "Wenn junge Menschen in der Lage sind, ihre Position so zu beschreiben, ist schon viel Gutes passiert."

25 Kinder aus allen drei fünften Klassen der Sekundarschule lernte die Regierungspräsidentin kennen. Die Schüler stellten in einem Zeitstrahl ihr erstes Halbjahr auf der weiterführenden Schule vor, erzählten von Nachtwanderungen und der Arbeit in der Schülervertretung. "Die Präsidentin wollte wissen, ob es auch Probleme gibt", verrät Svenja. "Wir sagten ihr, dass manchmal ältere Schüler im Treppenhaus rempeln." Ein Problem, dass zumindest nicht an der neuen Schulform liegen dürfte, schmunzelte Lütkes.

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Interessiert und offen gab sie sich nach dem Unterrichtsbesuch im Gespräch mit der Stadtverwaltung und der Schulleitung von Real- und Sekundarschule. "Wie hier zwei Schulformen in einem Haus funktionieren, ist ein großartiges Beispiel für einen richtigen Weg", befand sie.

"Wir wussten von Beginn an, dass nur im Miteinander unsere Chance liegt", erklärte Realschulleiter Frieder Winterberg die Situation vor Ort. Jugendamtsleiter Hans-Werner van Hueth betonte: "Wir haben erkannt, dass Hauptschule und Realschule auslaufen, weil kein Bedarf mehr da ist und nicht, weil sie schlecht sind. Mit dieser Einstellung haben wir weiter geplant." Heiko Mavius, Leiter der Sekundarschule, ergänzte: "In der Realschule liegt soviel Potenzial, dass uns als neue Schule zugutekommt."

Nachdem nun das erste gemeinsame halbe Jahr von Sekundarschule und Realschule erfolgreich geschafft ist, versuchen die Schulleiter neue Ziele zu formulieren: "Nun geht es darum, neue Ideen in das System zu integrieren und dabei zeitgleich das Altbewährte nicht aus dem Auge zu verlieren", sagte Mavius. Wie man die Wülfrather Sekundarschule in solchen Dingen verstärkt unterstützen kann, konnte die Regierungspräsidentin nicht sagen. Den Wunsch, eine unterstützende sozialpädagogische Kraft für die Sekundarschule einzustellen, kann Lütkes nicht erfüllen. "Als Vertreterin der Bezirksregierung kann ich nicht unmittelbar unterstützen, aber zumindest solche Interessen in Debatten vertreten." Der Besuch in Wülfrath sei für sie ein positives Schlaglicht im Rahmen einer landesweiten Entwicklung gewesen: "Wülfrath zeigt, dass das Modell Sekundarschule funktionstüchtig ist. Gerade, dass beide Schulen so eng miteinander kooperieren, spricht für einen guten Start", bilanzierte die Regierungspräsidentin.

(nibo)