Mettmann/Erkrath: Städte setzen auf traditionelle Weihnachtsbeleuchtung

Mettmann/Erkrath : Städte setzen auf traditionelle Weihnachtsbeleuchtung

Dem Vorbild der Stadt Solingen, die statt einer Weihnachtsbeleuchtung ein kleineres, dafür länger bleibendes "Winterlicht" plant, werden Mettmann und Erkrath keinesfalls nacheifern.

"Weihnachten ist nun einmal ein christliches Fest", erklärt Elke Speck, die für die Werbegemeinschaft ME Impulse die Mettmanner Weihnachtsbeleuchtung organisiert. Sie lege großen Wert darauf, dass christliche Symbole in den Lichtern zu sehen seien. Die christliche Beleuchtung passe schließlich auch zum Blotschenmarkt, der zu den ältesten Weihnachtsmärkten in NRW gehört.

Auch in Erkrath sieht man keinen Grund zur Änderung. "Wir haben seit Jahren eine feste Beleuchtung, an der wir nur einzelne Birnen austauschen", sagt Olaf Grau, Dachdeckermeister und Vorsitzender des Handwerkerkreises, der Erkrath in der Weihnachtszeit erleuchten lässt. "Wir haben die Beleuchtung mit Hilfe unserer beiden Großsponsoren, der Kreissparkasse und den Stadtwerken, finanziert. Letztere sponsern auch den nötigen Strom." Somit liegen die Weihnachtslichter wie in Mettmann nicht in öffentlicher Hand. In der Kreisstadt bringen die Mitglieder von ME Impulse das Geld größtenteils selbst auf, die Stadt gibt einen kleinen Zuschuss.

Darüber hinaus spenden jedes Jahr viele Bürger, denen die Beleuchtung am Herzen liegt. Wenn das Budget stimmt, kann Neues gekauft werden. "Erst im letzten Jahr haben wir damit begonnen, unsere komplette Beleuchtung durch LED-Ketten zu ersetzen. Diese sind natürlich viel stromsparender", sagt Speck. Außerdem soll die Beleuchtung erweitert werden. "Wir hatten schon Termine, bei denen wir mögliche Orte für Lichterketten besichtigen konnten", berichtet sie. Man überlege, wie man Mettmanns neue Bauwerke einbeziehen könne. In Bezug auf das Zeitfenster planen beide Städte eher eine konventionelle Weihnachtsbeleuchtung als ein von Oktober bis Februar brennendes Winterlicht. "Am 9. November findet das Lichterfest im Club K statt, dessen Einnahmen in die Beleuchtung investiert werden", erzählt Speck. Die Lichter werden bei Eröffnung des Weihnachtsmarktes am 29. November eingeschaltet. Anfang Januar soll es in der Innenstadt wieder dunkel werden. Ähnlich sieht der von Erkrath angepeilte Zeitrahmen aus. Genaue Daten stehen allerdings noch nicht fest.

(rab)