Kreis Mettmann: Städte sanieren in den Ferien ihre Schulen

Kreis Mettmann : Städte sanieren in den Ferien ihre Schulen

Handwerker überarbeiten zurzeit den Brandschutz, sorgen für barrierefreie Zugänge und moderne Leitungen.

Die Städte Mettmann, Erkrath und Wülfrath lassen in den Sommerferien ihre Schulen sanieren. Dabei handelt es sich um umfangreiche Handwerks- und Bauarbeiten, die auch in den städtischen Etats kräftig zu Buche schlagen.

In Mettmann fließen 50.000 Euro in das Konrad-Heresbach-Gymnasium, um den Brandschutz zu modernisieren. Dazu gehören der Einbau von Rauchschutztüren, Erneuerung von Decken und Beleuchtung zur Brandlastreduzierung, Einbau von Innentüren, Ergänzung von EDV- Verkabelung, Herstellen von Brandschotts für Versorgungsleitungen. Im Heinrich-Heine-Gymnasium wird ein Lehrmittellager für rund 35.000 Euro zu einem Selbstlernzentrum umgebaut. 300.000 Euro sind für die Grundschule Spessartstraße vorgesehen. Für das Geld bauen die Handwerker die Schule barrierefrei um, eingesetzt werden dazu Türantriebe und Rampen. Das berichtet der Sprecher der Stadt Mettmann, Christian Barra.

In Wülfrath sind die Handwerker ebenfalls zugange: An verschiedenen Grundschulen sollen die Klassenräume so umgestaltet werden, dass sich die Raumakustik verbessert. Das ist nötig, weil an diesen Schulen Kinder mit eingeschränktem Hörvermögen aufgenommen werden, berichtet die Sprecherin der Stadt Wülfrath, Franca Calvano. An der Lindenschule soll der Offene Ganztagsbereich erweitert werden, zudem werden die Leitungen saniert. Die Schule am Berg und die Grundschule Parkschule freuen sich über einen verbesserten Brandschutz. Im Gymnasium wird die Elektronische Lautsprecheranlage modernisiert. Und die Sekundarschule erhält in den Sommerferien eine W-LAN-Verkabelung, so dass die Schüler künftig schneller ins Internet kommen.

Auch in Erkrath werden Schulen renoviert und modernisiert. Ein umfangreiches Projekt, so berichtet es die Sprecherin der Stadt Erkrath, Maria Steinmetz, ist die Dach- und Deckensanierung der Dreifach-Sporthalle an der Rankestraße im Stadtteil Hochdahl. Sie schlägt mit einer Million Euro zu Buche und wird über die Sommerferien hinaus reichen, sagt Steinmetz. Für die Fassadensanierung der Carl-Fuhlrott-Hauptschule, ebenfalls an der Rankestraße in Hochdahl, gibt die Stadt rund 144.000 Euro aus. „Das sind nur Schlaglichter“, sagt Steinmetz, auch in anderen Schulen laufen zurzeit Renovierungsarbeiten.

Zugleich sind viele Kräfte gebunden, um das alte Schulgebäude an der Schmiedestraße herzurichten. Die ehemalige Realschule soll für die Kinder der abgebrannten Grundschule Sandheide als Übergangsquartier dienen. Nach den Sommerferien, so der ehrgeizige Plan, soll der Unterricht in den elf Klassenräumen beginnen können. Zu den Kosten dieser unerwarteten Notmaßnahme kann Maria Steinmetz zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts sagen.

Die Grundschule Sandheide war Anfang Juni niedergebrannt, die Kriminalpolizei geht von Brandstiftung aus. Der oder die Täter sind bislang noch nicht bekannt. Die Stadt hat eine Belohnung ausgesetzt.

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