Mettmann: Stadt schlägt dem Rat ein neues Logo vor

Mettmann: Stadt schlägt dem Rat ein neues Logo vor

Bei der Ratssitzung am 20. März stellt die Verwaltung ihren Favoriten aus dem Gestaltungswettbewerb vor.

Andere Städte des Kreises sind den Weg längst gegangen, jetzt möchte auch Mettmann sein mittlerweile 40 Jahre altes Logo - ein hellgrünes "M" mit zwei dunkelgrünen Kirchtürmen darüber - durch eine moderne Wort-/Bildmarke ersetzen. Im Herbst 2017 hatte sie dazu einen offenen Gestaltungswettbewerb ausgeschrieben und von elf Bewerbern eine Rückmeldung bekommen.

Vier von ihnen kamen in die engere Wahl und wurden aufgefordert, Gestaltungsentwürfe zu erarbeiten und einzureichen. Gefragt war laut Stadtverwaltung "ein nachvollziehbares, einprägsames, emotional aufgeladenes und unverwechselbares visuelles Erkennungszeichen, das den Markenkern in differenzierter Weise widerspiegeln und in allen Medien anwendbar sein soll".

Blau für die Stadt Mettmann, Grün fürs Neandertal, zusammengefasst als "m" und "n" - mit diesem Vorschlag geht die Stadt jetzt ins Rennen. Foto: Stadt Mettmann

Die Entscheidung traf dann eine Jury aus Vertretern der Ratsfraktionen, dem Bürgermeister, der Leitung des Bürgermeisterbüros, aus Mitarbeitern der städtischen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und den beiden Marketingexperten Bernd Günter und Bernd Radtke von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg. Sie haben ihren Favoriten gekürt, entworfen von der Mettmanner Agentur 361 Grad. Er erfülle alle Kriterien am besten, und zwar "mit großem Abstand vor den anderen Entwürfen".

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Jetzt ist die Jury gespannt, wie das Urteil des Stadtrats über das grün-blaue Logo, das sich aus einem "m" (für Mettmann) und einem "n" (für Neanderthal) zusammensetzt, ausfällt. Mit der Verzahnung von Stadt und Neandertal solle vor allem das Stadtmarketing angekurbelt werden, denn das berühmte Tal sei nun einmal das zentrale, zugkräftige Alleinstellungsmerkmal, betont die Verwaltung. Kommt der Entwurf durch, habe das die Stadt gerade einmal 10.000 Euro gekostet.

Von der Neugestaltung des Logos unberührt bleibt das Mettmanner Stadtwappen, auf diese Unterscheidung legt die Verwaltung großen Wert: Hier das traditionelle Wappen mit den beiden Kirchtürmen, dort das moderne Logo, mit dem sich Mettmann nach außen hin auf allen Kommunikationskanälen präsentieren und im Standortwettbewerb punkten will - eben wie ein Unternehmen, das ein Firmenlogo braucht.

Bleiben die Kirchtürme auf dem Wappen auch unangetastet, so hat doch ihr Wegfall auf dem Logo-Vorschlag schon für Verstimmung gesorgt. Monsignore Herbert Ullmann schreibt jedenfalls in einem offenen Brief an Bürgermeister Thomas Dinkelmann, er habe es "mit Befremden" zur Kenntnis genommen, dass das derzeitige Logo mit den Kirchtürmen als nicht mehr zeitgemäß empfunden werde. "Stören die Kirchtürme?", fragt Ullmann, der angesichts der prekären Haushaltslage auch den Einsatz von 10.000 Euro für ein Logo kritisiert. Mittlerweile soll es aber ein "konstruktives Gespräch mit Monsignore Ullmann" im Rathaus gegeben haben. Er sei dabei "der Argumentation und dem Ausgangspunkt der Visualisierung eines Alleinstellungsmerkmales im Marketing gefolgt", heißt es. In der kommenden Woche, am 20. März, wird der Rat diskutieren - und entscheiden.

(RP)