Wülfrath Stadt muss Straßen sanieren

Wülfrath · Es geht um Verkehrssicherheit und Unfallvermeidung. Die Verwaltung braucht 54 000 Euro für ein halbes Dutzend Baustellen. Noch ist das Geld vom Rat gesperrt.

100 000 Euro aus dem Straßenunterhaltungskonzept hatte der Stadtrat in der letzten Sitzung vor den Sommerferien gesperrt. Nun hat die Stadtverwaltung beantragt, 54 000 Euro davon zu entsperren. In der Begründung heißt es, zur Erhaltung der Verkehrssicherheit und zur Unfallvermeidung sowie auch zur Werterhaltung von Straßen seien einige Unterhaltungsmaßnahmen dringend erforderlich.

Der Ausschuss für Umwelt und Ordnung wird sich in seiner Sitzung am 4. September mit dem Antrag beschäftigen. In der Sitzungsvorlage sind die Straßen aufgelistet, an denen aus Sicht der Verwaltung etwas getan werden muss.

Der Straßenaufbau des Buchenwegs halte den heutigen Verkehrsbelastungen gerade durch den öffentlichen Personennahverkehr nicht stand. Es seien Absenkungen in der Fahrbahndecke entstanden, die trotz einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Stundenkilometer zum Aufschaukeln der Fahrzeuge führen. Es entstehen Schwingungen, die auch auf die Gebäude übertragen werden. Um eine verkehrssichere Nutzung der Straße für den Straßenverkehr zu gewährleisten und Schäden an Gebäuden zu verhindern, seien Sanierungsmaßnahmen in einer Größenordnung von rund 15 000 Euro notwendig.

Der ältere Teil der Straße Zur Fliethe — eine wichtige Verbindung für den Schwerlast- und Durchgangsverkehr — weise bereits einige Mängel auf. Dagegen sei der Abschnitt Alte Ratinger Landstraße bis zum Kreisverkehr Flandersbacher Straße in einem sehr guten Zustand. Um für einen gleichmäßig guten Zustand zu sorgen und die Lebensdauer zu erhöhen, müssten diverse Mängel im Abschnitt Meiersberger/Alte Ratinger Landstraße beseitigt werden. Die Kosten werden mit 15 000 Euro beziffert.

Der Gehweg an der Chemnitzer Straße zwischen den Verbindungstreppen Magdeburger Straße und Am Kalkofen ist ein 60 Zentimeter breiter plattierter Streifen. Die enge Straßenführung führe dazu, das Lkw (Müllfahrzeuge) über den Gehwegbereich schwenken. Wegen der angrenzenden Böschung können Fußgänger kaum ausweichen. Für 5000 Euro soll der Gehweg verbreitert werden. Dazu muss die Stützwand versetzt und der Weg gepflastert werden.

Trotz Reparaturmaßnahmen sei die Überfahrt im Gehweg vor dem Haus Kastanienallee 46 besonders für mobil eingeschränkte Personen in schwer begehbaren Zustand. Um auf Beschwerden zu reagieren, müsse die Überfahrt in einem Teilausbau erneuert werden (1500 Euro).

Das Pflaster an den Zufahrten zum Parkdeck an der Schwanenstraße hat sich auf ganzer Breite abgesenkt. Dadurch sind Stolperkanten entstanden. Um einen verkehrssicheren Zugang zu den Parkplätzen zu gewährleisten, muss das Pflaster aufgenommen und ans Parkdeck angepasst werden.

Der Bauhof plant am Flehenberg, Oetelshofer Weg, Zwingenberger Weg und in Düssel am Zeisigweg, Finkenweg und Dorfstraße Asphalarbeiten vorzunehmen. Ebenso auf der überregionalen Radwegeverbindung am Hahnenfurther Weg.

Die Kosten für die verkehrspflichtigen Maßnahmen zur Unfallverhütung werden auf 6000 Euro geschätzt. Um auf unerwartet auftretende Ereignisse wie Dolinen oder Unterspülungen reagieren zu können, hält die Verwaltung die Bereitstellung von 10 000 Euro für erforderlich.

(RP/rl)