Mettmann: Stadt muss mehr Personal einstellen

Mettmann : Stadt muss mehr Personal einstellen

Zusätzliche Aufgaben zwingen zum Handeln. Besonders bei der Wehr muss nachgebessert werden.

Die Stadtverwaltung Mettmann hat ein akutes Personalproblem. Der Sparkurs der vergangenen Jahre zeigt Wirkung. Neueinstellungen gab es wenige, frei werdende Stellen wurden erst mal nicht besetzt. Die Folge: Arbeit bleibt liegen oder kann gar nicht selbst bewältigt werden und muss "fremdvergeben" werden. Das kostet Geld. Hinzu kommt, dass die Stadt Mettmann neue Aufgaben übernehmen musste. Beispiel: Flüchtlingshilfe. Da wurde personell nachgebessert, eine Flüchtlingskoordinatorin eingestellt, aber auch Hausmeister wurden benötigt.

Die neue Richtlinien für den Rettungsdienst- und Brandschutzbedarfsplan zwingen die Stadt bei der Feuerwehr personell nachzubessern. Ein zweiter Rettungstransportwagen muss 24-Stunden besetzt sein, gleiches gilt für einen Krankentransportwagen an sieben Tagen a 12 Stunden. Die Stadt geht hier von einem Personalbedarf von mindestens 13 neuen Mitarbeitern aus. Im Bäderbereich muss ebenfalls nachgebessert werden. Im vergangenen Jahr scheiterte eine frühere Öffnung des Naturbades auch an der dünnen personellen Ausstattung.

Denn es gab den Parallelbetrieb Hallen- und Naturbad und die Sicherheitsbestimmungen bei der Reinigung des Naturbadbeckens. Der Hauptausschuss folgte jetzt dem Vorschlag der Verwaltung und bewilligte eine 25-Stunden-Wochen-Stelle für eine Badewärterin. Weitere Neueinstellungen wurden verabschiedet: Eine zusätzliche Hausmeisterstelle (Vollzeit) zur Betreuung der Schulen an d er Goethestraße, eine neue Stelle im Bereich Grünflächen, eine halbe Stelle für die Sachbearbeitung des Unterhaltsvorschusses, sowie 1,5 Sammelstellen für pädagogisches Personal in der Jugendförderung.

Außerdem beschloss der Hauptausschuss eine zusätzliche Stelle für eine Erzieherin in der Kita Händelstraße sowie die Aufstockung einer Teilzeitstelle um 5 Stunden zur Abdeckung der 45-Stunden-Plätze in der Kindertagesbetreuung. Apropos Kindergärten: Die Fraktion Piraten/Linke hatte im Hauptausschuss gefordert, hier zusätzlich personell nachzubessern und zwar mit Springerstellen. Denn: Die Erzieherinnen sind aufgrund der langen Betreuungszeiten oft überfordert. Die Folge: Ein hoher und teilweise länger andauerender Krankenstand von bis zu 29 Prozent des Gesamtpersonals.

In Obschwarzbach mussten schon Eltern einspringen, um zu verhindern, dass die Kita geschlossen werden musste. Im Rat (4. April) wird das Thema behandelt.

(RP)