Stadt legt Pläne für Lindenpark erneut aus

Mettmanner Bauverein plant Wohnbebauung : Stadt legt Pläne für Lindenpark erneut aus

Bürger, aber auch die Firma Fondium formulierten bei der ersten Auslegung massive Bedenken. Die Pläne wurden daher überarbeitet.

(arue) Der Bebauungsplan für das Areal Georg-Fischer-Straße wird erneut ausgelegt. Bürger haben die Möglichkeit, sich die überarbeiteten Pläne anzusehen und noch einmal Anregungen und Kritik zu formulieren. Das beschloss jetzt einstimmig der Ausschuss für Planung, Verkehr und Umwelt

Die alten Arbeiterhäuser an der Georg-Fischer-Straße sollen dem Neubauprojekt „Lindenpark“ weichen, das der Mettmanner Bauverein voran treibt. Bis zum Juni vergangenen Jahres lagen die Pläne aus, die zwischen 120 und 125 Wohneinheiten in neun Gebäudekomplexen vorsehen.

Dabei wurden teils schwer wiegende Bedenken geäußert. Zum einen von Bürgern, die beispielsweise die Architektur als unpassend empfanden, eine Verschattung befürchten oder die Zahl der Stellplätze als zu gering einstuften. Zum anderen aber auch von der Firma Fondium (ehemals Georg Fischer), die eine Einschränkung ihrer Entwicklungsmöglichkeiten befürchtet, eine „unzureichende Gutachtenlage“ bemängelte und die Planung insgesamt gar als rechtswidrig einstufte, da sie gegen den Trennungsgrundsatz von Wohnbebauung und Gewerbe verstoßen. Zeitweise drohte sogar ein Amtspflichtsverletzungsverfahren. Die Stadt hat die Planungen überarbeitet. Nach den neuesten Erkenntnissen könne „ein verträgliches Nebeneinander von Gewerbe und Wohnen gewährleistet werden, da die Richtwerte für sämtliche gewerblichen Immissionen eingehalten werden“, heißt es. Die Pläne stünden einer gewerblichen Entwicklung nicht im Wege. Für Belästigungen wie Gerüche oder Stäube seien zur Klarstellung entsprechende Hinweise in den Bebauungsplan aufgenommen worden. Ergänzend habe die Stadt den dem Gewerbebetrieb am nächsten liegenden Bereich des Plangebietes in ein Mischgebiet umgewandelt.

(arue)
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