Stadt lässt Müll am Sportzentrum beseitigen

Mettmann : Stadt lässt Müll am Sportzentrum beseitigen

RP-Leserin Gabi Schoek ist bestürzt über den vielen Unrat, den sie fast täglich bei ihrem Spaziergang am Hammer Bach findet.

Für RP-Leserin Gabi Schoek ist es ein tägliches Ärgernis. „Ich gehe immer mit meinem Hund am Hammer Bach spazieren, da komme ich an dem neuen Sportzentrum vorbei. Die Parkplätze laden viele junge Leute mit Autos ein, sich dort zu treffen. Das finde ich schön, kenne ich es doch aus meiner Jugend. Ungemütlich gab es nicht, Hauptsache, man konnte zusammen stehen und über die Welt diskutieren“, berichtet sie unserer Redaktion. „Wir trafen uns gerne an Bushaltestellen. Auf die Idee käme ich, mittlerweile 60 Jahre alt, heute wohl nicht mehr“, berichtet sie schmunzelnd. Von daher verstehe sie aber das Entstehen solcher manchmal ungewöhnlicher Treffpunkte sehr gut. „Doch leider sieht es nach solchen Treffen auch oft so aus wie auf meinem Foto, einfach nur verdreckt“, erzählt sie.

Die RP-Leserin fragt sich, was das für Mitbürger sind, die ihren Dreck einfach so hinterlassen. „Schmeißen sie zu Hause den Abfall auch einfach unter den Tisch?“, überlegt Gabi Schoek. Doch sie sieht auch die Stadt Mettmann in der Pflicht: „Ich denke, die Stadt sollte dort konstruktiv vorgehen, vielleicht mehr Mülleimer installieren, vielleicht aber auch mehr kontrollieren“, schlägt sie vor.

Diese Anregung leitete unsere Redaktion an die Stadt Mettmann weiter. Andrea Kotthaus, Amtsleiterin des Rechts- und Ordnungsamtes, nahm sich der Sache an und versichert: „Der städtische Baubetriebshof wird die Situation vor Ort in Augenschein nehmen sowie die dort vorgefunden Abfälle beseitigen. Ferner habe ich die zuständigen Kollegen gebeten, zu prüfen, ob in diesem Bereich künftig weitere Mülleimer aufgestellt und geleert werden können“, antwortet Kotthaus. Im Hinblick auf die angeregten Kontrollen müsse sie jedoch leider mitteilen, „dass diese aufgrund der beschränkten Personalkapazitäten im Kommunalen Ordnungsdienst eine regelmäßige Bestreifung außerhalb der regulären Dienstzeit leider nicht möglich ist“. Die Amtsleiterin werde jedoch ihre Kollegen bitten, „auch die Sportanlage in die Abendkontrollen soweit als möglich miteinzubeziehen“, kündigt sie an.

Für den Vorstoß von RP-Leserin Gabi Schoek ist das immerhin schon einmal ein Erfolg. Doch sie appelliert auch an die Vernunft der Nutzer des Platzes: „Ich finde es einfach nicht fair, anderen Menschen den eigenen Dreck zu hinterlassen. Kann man den Müll hinterher nicht einsammeln?“, regt sie an.

Zugleich gibt sie zu bedenken: „Ich finde ,Fridays for Future’ großartig, endlich tut sich was, die angeblich so unpolitische Jugend geht auf die Straße. In diesem Sinne sollte jeder seinen Müll mitnehmen, den er verursacht hat.“

(arue)
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