Prävention zu Weihnachten Achtung Taschendiebe – Polizei gibt Tipps

Kreis Mettmann · Im vorweihnachtlichen Gedränge auf den Weihnachtsmärkten fühlen sich Taschendiebe besonders wohl. Das weiß auch die Polizei und gibt deshalb Ratschläge, wie man sich schützen kann.

 Taschendiebe sind auch auf Weihnachtsmärkten unterwegs.

Taschendiebe sind auch auf Weihnachtsmärkten unterwegs.

Foto: Blazy Achim/Blazy, Achim (abz)

Weihnachten steht vor der Tür und damit auch die alljährliche Frage: Was schenke ich meinen Liebsten? Viele lassen sich in den Innenstädten und auf Weihnachtsmärkten inspirieren. Aktuell laufen der Blotschenmarkt in Mettmann und der Herzog-Wilhelm-Markt in Wülfrath auf Hochtouren. Beide Märkte sind am Wochenende gestartet – jeweils auch mit einem verkaufsoffenen Sonntag. Die knackig-kalten Temperaturen luden dazu ein, gerade an den Ständen mit wärmenden Getränken eine Pause einzulegen.

Doch auf der Suche nach Geschenken oder beim Umtrunk am Glühweinstand kann die Aufmerksamkeit für die eigenen Wertsachen schnell schwinden. Kriminelle haben dann leichtes Spiel, unbemerkt Geldbörsen und andere Wertgegenstände zu stehlen.

„Gerade in den Gängen zwischen den Buden oder beim Anstehen vor besonders begehrten Ständen geht es oft sehr eng zu. Das ist die perfekte Gelegenheit für dreiste Diebe. Es braucht nur eine geschickt inszenierte Ablenkung und wenige Sekunden später sind Geldbörse, Handy oder andere Wertsachen weg", erklärt Polizeidirektor Joachim Schneider, Geschäftsführer der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes. „Es ist einfach wichtig, dass die Weihnachtsmarktbesucher um die Gefahren wissen und sich ganz gezielt schützen. Unsere Tipps helfen dabei".

Wertsachen sollten sicher aufbewahrt werden: Geldbeutel, Smartphone und Co. sollten möglichst in verschiedenen verschlossenen Innentaschen der Kleidung oder dicht am Körper getragen werden. Außerdem gilt: Weniger ist mehr. Man sollte nur so viel Geld oder Karten mitnehmen, wie man wirklich braucht. Vorsicht ist geboten, wenn man von Unbekannten angesprochen, abgelenkt oder angerempelt wird. Hier sollte man auf jeden Fall wachsam sein. Und die PIN auf jeden Fall geheim halten.

Zudem hat die Polizei einen weiteren Ratschlag parat: „Jede und jeder sollte sich vorsorglich die Sperr-App 116 116 fürs Smartphone herunterladen. Kartennummern und IBAN sowie zusätzliche Informationen können hierin sicher gespeichert werden, sodass alle Daten im Notfall griffbereit sind. Übrigens: Girocards können direkt aus der App gesperrt werden", erklärt Margit Schneider, Vorstandsvorsitzende des Sperr-Notrufs 116 116, der rund um die Uhr erreichbar ist.

Und was tun, wenn Zahlungskarten trotz aller Vorsicht doch weg sind? Bei Verlust sofort alle Zahlungskarten sperren, auch die digitalen Karten im Smartphone. Den Diebstahl der Polizei melden, sie kann die Girocard für das elektronische Lastschriftverfahren sperren. Außerdem Kontobewegungen beobachten.

(RP/am)
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