Kartoffeln und Getreide aus Mettmann Das sind die Folgen des Regens für die Ernte

Mettmann · Die Sonne lachte in den vergangenen Tagen strahlend und hell, wie es sich für die Jahreszeit gehört und auf den Äckern war viel Betrieb. Der Schein aber trügt, die Dauerregenphase der vergangenen Wochen legte die Ernteeinsätze lahm. Was das für Verbraucher bedeutet.

 Das Wetter verregnet den Bauern die Getreide- und Kartoffelernte.

Das Wetter verregnet den Bauern die Getreide- und Kartoffelernte.

Foto: RP/Dominik Schneider

So gemischt wie das Wetter in diesem Jahr bislang war, so gemischt sind auch die Ernteaussichten der Bauern im Kreis Mettmann. Unterdurchschnittliche Ernten werden erwartet, sagt Martin Dahlmann. Er ist Vorsitzender der Kreisbauernschaft Mettmann und Vizepräsident der Landwirtschaftskammer NRW. Er hält Milchkühe und ist derzeit auf seinem Land damit beschäftigt, den dritten Schnitt zu ernten. „Der fällt bescheiden aus“, gibt der Landwirt zu Protokoll. Das Gras hat unter der Trockenheit gelitten, nach 2022 wurden auch in diesem Jahr unmittelbar noch dem kalendarischen Frühjahr Rekordtemperaturen nonstop gemessen. Die Auswirkungen der Trockenheit der vergangenen Jahre haben dauerhafte Spuren hinterlassen, der Boden hält vielerorts in den oberen Schichten kein Wasser. „Es war zu trocken“, bilanziert Martin Dahlmann, „aber irgendwie okay“, und entsprechend „pünktlich haben wir mit der Ernte angefangen“, sagt er auch über die Getreideernte der Landwirtkollegen. „Doch dann kamen Starkregen, Hagel und Dauernässe“ und mit ihnen die Ernteschäden. Von einer drohender Missernte will er nicht sprechen, bloß von einer „mittleren Katastrophe“.