Neonazis in Mettmann: Staatsschutz ermittelt gegen Schläger

Neonazis in Mettmann : Staatsschutz ermittelt gegen Schläger

Zwölf Verletzte und zehn Festnahmen war die Bilanz der gewalttätigen Auseinandersetzungen am Samstagabend. Nach dem friedlich verlaufenen Antirassismus-Konzert auf dem Marktplatz kam es gegen 23 Uhr zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Neonazis und Festival-Besuchern am Bahnhof-Mitte.

Die Verletzten wurde allesamt ärztlich versorgt, von ihnen musste niemand länger im Krankenhaus bleiben. Die Festgenommenen sind mittlerweile wieder auf freiem Fuß.

"Der Staatsschutz ermittelt aber weiter", sagte Polizeisprecher Andreas Czogalla. Die Staatsanwaltschaft Wuppertal hatte gestern noch keine Unterlagen zu dem Vorfall. Laut Polizei hatte es am Bahnhof Mettmann-Mitte eine Schlägerei von "zwei kleineren Gruppen" gegeben, so der Dienstgruppenleiter Gerd Hess. 30 Personen seien darin verwickelt gewesen. Verletzte habe es sowohl auf Seiten des Publikums als auch bei den Neonazis gegeben. Das Antifaschistische Bündnis Kreis Mettmann spricht in einer Erklärung von Pfefferspray, Flaschen und Fäusten, die die Neonazis gegen die Festival-Besucher eingesetzt hätten.

Zuvor hätten die Rechten ihre Aktion im Internet angekündigt. Am Samstag hätten sie sich in der einschlägig bekannten Gaststätte "Lounge Deluxe" aufgehalten und die Abreise des Publikums im Auge gehabt, um dieses anzugreifen, so das Bündnis Kreis Mettmann in einer Presseerklärung.

(rei)
Mehr von RP ONLINE