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Kreis Mettmann: Sportler des Kreises bei Special Olympics

Kreis Mettmann : Sportler des Kreises bei Special Olympics

Wenn die Sommerspiele der Special Olympics vom 19. bis 23. Mai in Düsseldorf stattfinden, werden auch 145 Athleten mit geistiger Behinderung aus dem Kreis Mettmann in verschiedenen Disziplinen teilnehmen.

Einen so kurzen Anfahrtsweg hatten die Sportler mit geistiger Behinderung aus dem Kreis Mettmann wohl noch nie, wenn sie an den Sommerspielen von Special Olympics teilgenommen haben. In diesem Jahr findet das nationale Sportereignis in Düsseldorf statt. 4800 Athleten aus ganz Deutschland werden erwartet, die sich in 18 Disziplinen messen. 145 Teilnehmer entsendet der Kreis Mettmann, unter anderem Inline-Skaterin Stefanie Wiegel aus Langenfeld.

Sie ist das Gesicht der Spiele in der NRW-Landeshauptstadt, posierte gemeinsam mit Tischtennis-Star Timo Boll für die Ankündigungsplakate, die inzwischen an vielen Hauswänden und Litfaßsäulen hängen.

Die Sportler kommen vor allem aus Einrichtungen wie Werkstätten für angepasste Arbeit oder Förderschulen. Sie müssen mindestens zwölf Jahre alt sein und sich in vorangegangenen Wettbewerben für die Spiele qualifiziert haben. Alte Hasen bei den Special Olympics sind inzwischen die Schüler der Helen-Keller Schule in Ratingen, die seit den Winterspielen 1997 in Zwiesel regelmäßig teilnehmen. Einzelne Sportler konnten sich sogar für die Weltspiele, die wie der nationale Wettbewerb alle zwei Jahre ausgetragen werden, qualifizieren. Wenn die Stadt Düsseldorf am 19. Mai die Sommerspiele eröffnet, werden 71 Athleten und 59 Betreuer von der Helen-Keller-Schule mitfeiern. Damit schickt Ratingen die größte Delegation aus dem Kreis Mettmann und sogar ganz Deutschland ins Rennen.

Ob für Familien, Freunde oder Sportbegeisterte - der Eintritt zu den Sportstätten ist an allen Wettkampftagen vom 19. bis zum 23. Mai frei. Bis auf die Disziplin Schwimmen werden alle Sportarten in Düsseldorf ausgetragen. Und weil Deutschland eben eine Fußball-Nation ist, starten in dieser Disziplin auch die meisten Athleten mit geistiger Behinderung. 1019 sind es insgesamt.

Special Olympics Deutschland ist die Sportorganisation für Menschen mit geistiger Behinderung, die regelmäßig trainieren, sich verbessern und ihre Leistungen in Wettbewerben zeigen. Die Athleten sollen ihre Freizeit selbstbestimmt gestalten, eine Sportart wählen, die ihnen Spaß macht und in der sie sich weiterentwickeln können. Im Moment gibt es 40 000 aktive Sportler, die Zahl soll in den kommenden Jahren aber weiter wachsen, hofft Brigitte Lehnert vom Organisationskomitee.

Die Special Olympics unterscheiden sich allerdings von den Olympischen Spielen und den Paralympics. Denn: Es gibt nicht den einen Sieger. Die Athleten werden in homogene Leistungsklassen unterteilt. Beim 100-Meter-Lauf würde es schließlich keinen Sinn machen, einen Sportler, der die Distanz in 15 Sekunden schafft gegen einen Athleten antreten zu lassen, der im Schnitt 30 Sekunden benötigt. Innerhalb der Gruppen werden aber die Sieger ermittelt, für die ersten drei gibt es eine Medaille, alle anderen werden mit einer Schleife geehrt.

(esc)