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Fußball: Wülfrather stehen neben den Schuhen

Fußball : Wülfrather stehen neben den Schuhen

Die Fußballer des 1. FCW erwischen einen Fehlstart - und die Fans bangen bereits jetzt um den Landesliga-Erhalt. Nur das bessere Torverhältnis trennt die Mannschaft von Zeljko Nikolic im Moment noch von der roten Laterne.

Velbert - 1. FC Wülfrath. Nach drei Spieltagen nur ein Punkt auf dem Konto - das ist die magere Ausbeute der Wülfrather Landesliga-Fußballer. Nun wartet zum Abschluss der englischen Woche mit dem Gastspiel beim SC Velbert (Sonntag, 15 Uhr) eine weitere schwere Aufgabe auf das Team von Zeljko Nikolic. Wenn die Wülfrather bei einem der Aufstiegsfavoriten punkten wollen, müssen sie sich gegenüber dem Auftritt am Mittwochabend bei der klaren 2:5-Packung gegen den neuen Spitzenreiter Sportfreunde Baumberg deutlich steigern.

Gegen die Monheimer agierte der FCW in einigen Situationen geradezu hilflos. Vor allem das Defensivverhalten genügte nicht den Ansprüchen der Landesliga. Dabei ist nicht nur die Vierer-Abwehrkette gemeint. "Die Arbeit in der Defensive beginnt für mich bereits im Mittelfeld. Das haben einige unserer Mittelfeldspieler leider noch nicht verinnerlicht", kritisiert der FCW-Trainer. Es war schon erschreckend, wie die Baumberger Spieler durch das Mittelfeld spazierten, ohne das sie ernsthaft angegriffen wurden. Vor allem Sportfreunde-Angreifer Miguel Lopez Torres dürfte sich gewundert haben, wie leicht es derzeit ist, gegen Wülfrath Tore zu erzielen. Bei seinen drei Treffern schauten die FCW-Akteure zumeist vor Ehrfurcht zu, wie der Torjäger fast allein gegen ein an diesem Abend bis auf Torwart Sebastian Herweg völlig überfordertes Wülfrather Team gewann. Das ist auch Zeljko Nikolic nicht verborgen geblieben, der an der Außenlinie lautstark, aber letztlich vergebens versuchte, seine Spieler zu einem konzentrierteren Zweikampfverhalten aufzufordern.

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Foto:
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"Unser Zweikampfverhalten war eine Katastrophe, da schließe ich mich uneingeschränkt mit ein", sagte Innenverteidiger Engin Kizilarslan. Der FCW-Kapitän gab zu, dass er die Nacht nach dem Spiel kaum schlafen konnte und es ihm schwer falle, die klare Niederlage zu verarbeiten. "Ich stand völlig neben den Schuhen und habe im Abwehrverbund Fehler gemacht, die mir als erfahrener Spieler einfach nicht passieren dürfen", übte er erfrischende Selbstkritik. "Miguel Lopez Torres mit dem ich lange Zeit zusammen beim Oberligisten TuRU Düsseldorf spielte und mit dem ich befreundet bin, hatte mir nach dem Spiel gesagt, dass er sehr verwundert gewesen sei, wie leicht es war, die FCW-Defensive auszuspielen."

Kizilarslan hofft, dass diese böse Klatsche eine Ausnahme und eine heilsame Lehre für den FCW war. "Aus solchen Niederlagen kann man auch lernen. Wir müssen jetzt nach vorn schauen und am Sonntag beim SC Velbert die taktischen Vorgaben unseres Trainers besser als zuletzt umsetzen. Wenn uns das gelingt und wir zudem in der Abwehr kompakt stehen, müsste in Velbert zumindest ein Punkt für uns drin sein", blickt er dem Nachbarschaftsderby mit verhaltendem Optimismus entgegen.

Zeljko Nikolic verweist darauf, dass sein derzeit knapper Kader zumindest um Daniel Gordzielik und Florian Gehse erweitert wird, die nach ihrem Urlaub wieder zur Verfügung stehen. "Sie haben aber einige Zeit nicht trainiert, daher werden sie zunächst auf der Bank sitzen." Von seiner Mannschaft erwartet er den Beweis, dass sie ihre Qualität für die Landesliga durch eine entsprechende Vorstellung unterstreicht.

(klm)