Fußball: Wülfrather gehen als klarer Favorit in die Partie gegen den Vorletzten

Fußball : Wülfrather gehen als klarer Favorit in die Partie gegen den Vorletzten

Der ambitionierte 1. FCW will in der Fußball-Bezirksliga keine Punkte mehr liegen lassen - sonst platzt der Traum vom Aufstieg auch in dieser Saison.

Vor der Bezirksliga-Begegnung des 1. FC Wülfrath beim TuS Holsterhausen macht Joachim Dünn keinen Hehl daraus, dass ihm das 2:2-Unentschieden in der Vorwoche gegen TuSEM Essen noch im Magen liegt. "Es kann nicht sein, dass man über 80 Minuten das Spiel dominiert, ein Verhältnis der klaren Chancen von zehn zu zwei hat und sich letztlich mit einem Punkt zufrieden geben muss." Der FCW-Trainer verweist darauf, dass der FCW bei einem Sieg auf den zweiten Tabellenplatz geklettert wäre. "Das hätte dem Selbstbewusstsein und der Motivation der Mannschaft gut getan. Auch auf die Stimmung bei den Fans und dem Umfeld des Teams hätte sich das sicherlich positiv ausgewirkt."

Die miserable Chancenverwertung der Wülfrather ist vor allem deshalb verwunderlich, da der FCW gerade im Offensivbereich gut aufgestellt ist. Davide Mangia ist mit bisher 19 erzielten Treffern einer der besten Torjäger der Liga. Auch Adem Cakat gehört zu den Stürmern, die große Torgefahr ausstrahlen. Zudem ist der enorm schnelle und dribbelstarke Som Essomé auf der Außenbahn kaum von seinen Gegenspielern zu halten und setzt seine Stürmerkollegen mit blitzgescheiten Pässen ein oder trifft aufgrund seiner guten Schusstechnik selbst in das gegnerische Gehäuse.

Die Kalkstädter müssen die Partie gegen TuSEM Essen jetzt abhaken und sich auf das Spiel in Essen-Holsterhausen konzentrieren. Dies wird zur ungeliebten Zeit am Sonntagmorgen um 11 Uhr angepfiffen. Trotz der seit Tagen herrschenden eisigen Temperaturen rechnet Joachim Dünn damit, dass der Kunstrasenplatz bespielbar sein wird. "Schneefälle sind ja nicht vorausgesagt", sagt er.

Auf dem Papier sind die Gäste beim Vorletzten wohl klarer Favorit. Grundsätzlich sieht das der FCW-Coach ähnlich, doch bereitet ihm die Favoritenrolle auch etwas Sorge. "Es wäre nicht das erste Spiel in dieser Saison, in das wir als klarer Favorit gehen sind und nachher unnötig Punkte liegen lassen. Es besteht keinen Grund, die Essener zu unterschätzen, sondern wir müssen von Beginn an die Partie ernsthaft angehen und über die komplette Spielzeit konzentriert auftreten", erklärt er. Dann fügt er mit Nachdruck hinzu: "Vor allem müssen wir im Gegensatz zum letzten Sonntag diesmal unsere Chancen eiskalt verwerten." Nicht dabei ist der in der vergangenen Woche frühzeitig verletzt ausgefallene Abdelkarim Ifrassen, der sich mit einer bösen Knieverletzung plagt. Ein Fragezeichen steht auch hinter Maximilian Noll, der sich ebenfalls gegen TuSEM Essen verletzte. Dazu fällt Som Essomé aus, der gegen Essen die gelb-rote Karte sah.

(klm)