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Fußball: Wülfrather Fußballer erleben unruhige Trainingstage

Fußball : Wülfrather Fußballer erleben unruhige Trainingstage

Coach Joachim Dünn fordert eine bessere Einstellung.

1. FC Wülfrath - SV Wermelskirchen. Auch einige Tage später liegt Joachim Dünn das 3:3-Unentschieden beim SV Jägerhaus-Linde noch im Magen. "Meine Trainerkollegen Robby Begovic und Martin Haschke haben genauso große Probleme damit", macht der Wülfrather Coach und Sportliche Leiter deutlich, dass das Trainertrio mit diesem Remis eine Menge Schwierigkeiten hat. "Es darf einfach nicht passieren, dass man eine 3:1-Auswärtsführung durch individuelle Fehler im Defensivverhalten in der Schlussphase noch abgibt", lautet der Tenor. "Unsere Mannschaft zeigte Unzulänglichkeiten, die in dieser Form einem ambitionierten Team einfach nicht passieren dürfen", erläutert Dünn. "Wir haben kein personelles oder spielerisches, sondern ein mentales Problem in unserer Mannschaft" analysiert er den Zustand seines Kaders. "Ich kann statt mentales Problem auch ein anderes Wort sagen. Bei uns fehlt es bei einem Teil der Spieler einfach an der richtigen Einstellung", formuliert er es dann knallhart. "Es kann doch nicht sein, dass unsere Fußballer in Frohnhausen, das zuletzt den Oberligisten Sportfreunde Baumberg aus dem Pokal gekegelt hat, mit einer spielerisch und kämpferisch überzeugenden Vorstellung aufwarten, beim SV Jägerhaus-Linde jedoch, dessen spielerische Qualitäten eher limitiert sind, sich die Butter vom Brot nehmen lassen."

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Für Dünn ist das bei seinen Spielern eine Kopfsache. Sie gehen bei Mannschaften, die oben mitspielen, mit der richtigen Einstellung und dem nötigen Respekt zur Sache, nehmen gegen vermeintlich schwächere Gegner die Aufgabe hingegen auf die leichte Schulter. "Das hat uns einige unnötige Punktverluste gekostet", betont Dünn. Er kritisiert insbesondere das Defensivverhalten seiner Mannschaft. "Da fehlt es den Spielern oft an der konsequenten energischen Einstellung in den Zweikämpfen."

Das Trainer-Trio hat die Mannschaft auf die Fehler hingewiesen und hofft, dass sie diese Unzulänglichkeiten gegen den SV Wermelskirchen (Sonntag, 15 Uhr Lhoist-Sportpark am Erbacher Berg) abstellt. Die Wermelskirchener haben sich als Aufsteiger schnell in der Bezirksliga etabliert und weisen als Tabellenzehnter ebenso wie der Siebte FCW 18 Punkte auf. "Wermelskirchen ist ein kompaktes, kämpferisch starkes Team, das vor allem von der Geschlossenheit lebt", beschreibt Dünn den Gegner. "Wir haben keinen Grund, den Aufsteiger zu unterschätzen und müssen von Beginn an konsequent unser Spiel durchziehen."

Hinter dem Einsatz des in Jägerhaus-Linde wegen einer Verletzung frühzeitig ausgeschiedenen Kapitän Julian Guxha steht ein großes Fragezeichen. "Julian ist als Abwehrorganisator mit seinem starken Zweikampfverhalten ein sehr wichtiger Spieler für uns. Ich wage sogar zu behaupten, dass wir ohne sein Ausscheiden einen Dreier aus Linde mitgenommen hätten", sagt Dünn mit Nachdruck.

(klm)