Fußball: Wülfrath scheitert an der Union-Hürde

Fußball : Wülfrath scheitert an der Union-Hürde

Die FCW-Fußballer können aus ihrer Überzahl kein Kapital schlagen.

FC Wülfrath - SV Union Velbert 1:1 (1:1). Kann man nach einem Remis gegen den Tabellenführer zufrieden sein oder nicht? Diese Frage beschäftigte die Besucher des Lhoist- Sportparks nach dem Unentschieden des 1. FCW gegen Spitzenreiter Velbert. Vor einer lange nicht mehr erlebten Kulisse von über 200 Zuschauern erkämpften sich die Wülfrather Fußballer zwar einen Punkt, aber mit Blick auf die Bezirksliga-Tabelle war der eine Zähler nicht Fisch und nicht Fleisch.

"Wir können mit der Punkteteilung gut leben", erklärte Union-Trainer Ralf Zistler bei der Frage nach der Bewertung des Spielausgangs. "Wir müssen damit leben, für Union ist es besser als für uns", entgegnete FCW-Joachim Dünn mit Blick auf das Resultat. Dünn versuchte erst gar nicht, das Ergebnis schön zu reden. Auch wenn es positiv war, den Velbertern einen Punkt abgeknöpft zu haben, war Dünn klar, dass seine Mannschaft zum dritten Mal hintereinander ohne die volle Punktzahl blieb.

In einer Begegnung mit wenigen Torchancen hatten die Gastgeber alle Möglichkeiten, die drei Zähler am Erbacher Berg zu halten. Die 1:0Führung (30.) war glücklich. Nach einem Foul an Ertan Sahin verwandelte Som Essomé den Elfmeter. Danach blieb FCW weiter konzentriert. Als alle schon mit der Pausenführung der Hausherren rechneten und sich bereits auf den Weg zum Vereinsheim machten, fiel überraschend der Ausgleich. Eine eigentlich völlig ungefährliche Situation, doch FCW-Keeper Damir Ivosevic nahm den Ball nicht auf und Ertan Sahin beförderte ihn nicht aus der Gefahrenzone. Velberts Patrick Köllner nutzte die Gelegenheit, das runde Leder in die Maschen zu spitzeln.

Im zweiten Durchgang konnten die Wülfrather aus ihrer numerischen Überlegenheit nach der roten Karte gegen Union-Akteur Julius Balke kein Kapital schlagen. "Leute, wer spielt denn hier in Überzahl", fragte Routinier Engin Kizilarslan noch während der Partie fast verzweifelt, weil zu wenig Druck Richtung Velberter Tor aufkam. Doch für die größte Spannung in der Schlussphase sorgte Schiedsrichter Michael Müller, der mit dem Fuß umknickte und nach einer Behandlung das Spiel trotz Verdacht auf Bänderriss weiter leitete. Andernfalls hätte die Begegnung wohl abgebrochen werden müssen, da seine Assistenten an der Linie aufgrund ihres jungen Alters die Leitung nicht hätten übernehmen dürfen.

1. FC Wülfrath: Ivosevic - Iffrassen, Guxha, Kizilarslan, Erciyes, Sahin (52. Noll), Luvuezo, Essomé (72. Cakat), Mangia, Fellgiebel, Günes (72. Morsbach).

SV Union Velbert: Honnacker - J. Doil, Balke, Ruffert, T. Doil, Pauly (80. Houssou), Pellizari (65. Sparazio), Kaltenpoth, Odhiambo, Köllner, Waßmann (62. Azemi).

(erd)
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