Kanu: Wintertraining: Kanuten paddeln in der Wüste oder in Prag

Kanu : Wintertraining: Kanuten paddeln in der Wüste oder in Prag

Lena Sawukaytis, Florian Beste und Björn Behne fuhren nach Al Ain, die restlichen Sportler des KC Hilden übten auf der Moldau.

Lena Sawukaytis und Florian Beste konnten für ihr diesjähriges Wintertraining Flip Flops und Sonnenbrille in den Koffer packen - für die beiden Sportler ging es nach Weihnachten mit dem Kader des Kanu-Verbands NRW für zwölf Tage nach Al Ain in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Dort wurde mitten in der Wüste eine Kanustrecke angelegt. Auch Björn Behne nahm als Coach an dem exotischen Trainingslager teil. "Die Wildwasserstrecke dort ist sehr anspruchsvoll und das warme Klima bietet zusätzlich ideale Bedingungen", erzählt der langjährige Übungsleiter des Kanu-Clubs.

Für Lena Sawukaytis und Florian Beste kam die Gelegenheit zum Training unter Palmen perfekt: Beide rechnen sich in diesem Frühjahr Chancen aus, sich für die Nationalmannschaft im Kanu-Slalom zu qualifizieren. "Nach vielen dunklen und kalten Trainingseinheiten auf dem See in Hilden oder im Kraftraum gibt dieses besondere Trainingslager natürlich noch einmal mehr Motivation", blickt Lena Sawukaytis gespannt auf die Qualifikationswettkämpfe. Trotz des ehrgeizigen Trainings fanden die Sportler auch Zeit, die Sehenswürdigkeiten der Umgebung zu besuchen. So besichtigten sie die Megastadt Dubai oder bestiegen den Jebel Hafeet, den höchsten Berg in den Emiraten.

Flip Flops brauchten die anderen Leistungssportler des Kanu-Club Hilden nicht einzupacken. Für eine Gruppe von insgesamt neun Sportlern ging es über Neujahr nach Prag. Auf einem Wildwasserkanal, der von der Moldau abgeht, trainierten die Sportler bei deutlich geringen Temperaturen als ihre Vereinskollegen in Dubai. Auch wenn die Temperaturen für Prager Verhältnisse noch hoch waren, wie Tobias Horn sagt, der seit November als Coach im Kanu Club Hilden tätig ist: "Wir hätten auch Frost haben können, aber bei knapp zehn Grad lief das Training doch ziemlich gut." Sechs Tage und elf Übungseinheiten waren die Sportler in Tschechien.

Ob nun braun gebrannt oder nicht: Motiviert blicken alle KCHSportler in die neue Saison. Die ersten Wettkämpfe beginnen für die Kanuten Ende März.

(RP)
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