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Winterlaufserie der Hildener AT ist beliebt

Leichtathletik : Läufer kommen gut aus den Startlöchern

Hoch motiviert gehen rund 750 Sportler aus ganz NRW – von den Bambini bis zum fitten Senior – an den Start der achten Hildener Winterlaufserie. Vom anhaltenden Nieselregen und den frischen Außentemperaturen lassen sich die Sportskanonen nicht abhalten. Am 10. und 24. Februar werden die Läufe fortgesetzt.

Für viele war es ein kurzes 30- bis 60-minütiges Intermezzo in Hilden, für das sie teilweise gar eine längere Anfahrt bis zum Stadtwald auf sich nahmen. Das verrieten zumindest die unterschiedlichen Kennzeichen der Autos, die eine kleine Lücke auf dem Parkplatz des Waldbades gefunden hatten: Leverkusener, Kölner oder Düsseldorfer standen hier Tür an Tür nebeneinander, ebenso wie Oberhausener, Essener und Duisburger, Laufbegeisterte aus Hagen und Remscheid und sogar aus Frankfurt und München waren einige dabei. Ein buntes Gewusel an Männer und Frauen in bequemen und wetterfesten Lauf-Outfits tummelten sich zwischen den Autos, die den Weg zur Anlage als Aufwärmstrecke nutzten.

Vor der Tennis-Anlage selbst herrschte ein noch bunteres Treiben, hatten doch soeben Bambini und Kinder bis 16 Jahren ihre Läufe auf einer Strecke von einem halben und zwei Kilometern beendet. Stolze Eltern nahmen ihre mit Matsch voll gesprenkelten Sprösslinge in Empfang. Geschafft! Nun waren die Erwachsenen der kleinen Serie dran, die sich langsam aber sicher trabend an der Startlinie einfanden. Von der Markierung mit den Holzspänen ging es unter tosendem Applaus der Zaungäste schließlich los, hinein in den Wald.

350 Starter verzeichnete diesmal die kleine Serie, bestehend aus fünf Kilometern beim ersten Lauf und jeweils zehn Kilometern beim zweiten und dritten Termin der Winterlaufserie im Februar. „Da haben wir diesmal etwas mehr als sonst, dafür aber mit 310 etwas weniger Teilnehmer in der großen Serie“, sagte Wolfgang Döpper, zweiter Vorsitzender der ausrichtenden Hildener AT und zugleich Koordinator und Rennleiter der Laufserie. Einen Grund für den Umschwung wusste Döpper, selbst Triathlet und seit 25 Jahren im Verein, nicht zu nennen. Erfreulich sei aber, dass auch bei den Bambini und Kindern ein leichter Zuwachs zu verzeichnen ist.

Wegen der schönen Strecke durch den Stadtwald sowie der guten Stimmung untereinander erfreut sich die Winterlaufserie einer großen Beliebtheit. Das bemerkte nicht nur Döpper, sondern auch Teilnehmer David Wetzel, der sich mittendrin zwar durchkämpfen musste, am Ende aber doch als Erster durchs Ziel lief. „Nach Kilometer drei hatte ich ein Tief. Als es da den Berg hoch ging, wurde es schon anstrengend, aber ich bin überrascht, in welch gutem Zustand die Strecke ist. Ich hätte sie viel matschiger erwartet“, äußerte der 28‑Jährige. Noch Tage zuvor war der Waldboden mit Schnee bedeckt, dem anhaltenden Regen übers Wochenende hatte der Boden aber gut Stand gehalten. Der Triathlet des Wasser- und Freizeitvereins Münster nutzt die Winterlaufserie seit längerem als Trainingslager vor der Triathlon-Saison. „Die beginnt bei uns im Sommer und weil ich in Hilden wohne, bietet es sich an, mitzumachen und sich schon mal einzustimmen.“

Auch Patricia Klaffl (17) nutzt die Winterserie als Trainingslager. Seit vier Jahren ist sie in der Triathlon-Abteilung der Hildener AT aktiv und lief im vergangenem Jahr, nach erfolgreich absolvierten Jugendserien, erstmals die kleine Serie mit. „Die Strecke ist toll und es ist einfach schön, wenn man was mit den Vereinsmitgliedern machen kann.“ Mit ihrer Zeit an diesem Sonntag schien sie nicht sehr zufrieden: „Ich wollte unter 20 Minuten kommen, jetzt sind es 22 geworden. Das ist okay.“ Ihr erster großer Wettkampf in dieser Saison steht der 17-Jährigen bereits im März bevor, verriet sie: „Da starte ich bei der Deutschen Meisterschaft im X-Duathlon in Trier.“ Bis dahin, will sie ihre Laufzeit deutlich verbessern. Vielleicht ist sie schon beim nächsten Serienlauf in zwei Wochen – dann auf der Zehn-Kilometer-Strecke – schneller.