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Basketball: Williams bleibt der Kopf

Basketball : Williams bleibt der Kopf

Der US-Amerikaner soll die stark verjüngte Mannschaft des TuS 96 in der 2. Basketball-Regionalliga zum Klassenerhalt führen – für den neuen Trainer Thomas Schierburg das Minimalziel.

Der US-Amerikaner soll die stark verjüngte Mannschaft des TuS 96 in der 2. Basketball-Regionalliga zum Klassenerhalt führen — für den neuen Trainer Thomas Schierburg das Minimalziel.

Hilden Die Zusage des Wunschspielers steht: Montagabend kehrte Zuri Williams von einem längeren USA-Aufenthalt zurück, um auch in der neuen Saison die Regionalliga-Basketballer des TuS 96 zu unterstützen. "Es war wichtig, dass er seinen Vertrag verlängert hat", erklärt Thomas Schierburg. Denn der neue Trainer der Hildener baut auf eine gesunde Mischung aus Jung und Alt. Deshalb passt auch die Rückkehr von René Wedehase, der zugleich Trainer der Zweitvertretung ist, gut in die Planungen — der 1,98-Meter-Mann pausierte in der abgelaufenen Spielzeit wegen einer langwierigen Leistenverletzung.

Andererseits forciert Schierburg nach den Abgängen von Dirk Diepenseifen, Ralph Göbbels und Robin Singh den Verjüngungsprozess mit vier Akteuren unter 20 Jahren. Jörn Plaggenborg lief zuletzt in der U 16-Mannschaft des TSV Bayer Leverkusen auf. Der 17-Jährige ist Aufbau- und Flügelspieler und soll auch in der U 18 des TuS 96 in der Regionalliga zum Einsatz kommen. Alexander Günther kommt vom Oberligisten Capone Düsseldorf II — der 19-Jährige agiert ebenfalls am liebsten auf der Außenposition. Vom Landesligisten Grevenbroich Elephants II wechselte mit René Al-Zaher (19) ein weiterer Flügelspieler in die Itterstadt, der auch im Grevenbroicher U 20-Team in der NRW-Liga auflief. Letzter Neuzugang ist Trainersohn Benedikt Schierburg, der zuletzt in der U 20-Truppe des DJK Kleinenbroich in der Regionalliga spielte, dazu Erfahrungen in der Bezirksliga-Mannschaft des Heimatvereins sammelte.

Vorerst nominierte Thomas Schierburg allerdings keinen Akteur aus der TuS-Jugend für den Regionalliga-Kader. "Es gibt ein paar Talente, aber bis jetzt hat sich noch keiner angeboten — da sind wohl noch ein bis zwei Jahre Training nötig, um Regionalliga-Niveau zu erreichen", erklärt der Coach.

Die Hildener Basketballer starteten bereits am 23. Juli in die Vorbereitung. Testspiele gegen den Erst-Regionalligisten Schwelm Baskets (64:100), den Oberligisten Garather SV (70:48) und den Liga-Rivalen TSV Bayer Leverkusen II (65:83) standen auf dem Programm. "Bis auf die Schwelmer, die für uns wirklich kein Maßstab sind, waren das wirklich gute Ergebnisse", lobt Schierburg.

Zum Abschluss der Vorbereitung trat der TuS 96 noch bei einem Turnier in Bad Kreuznach an — 24 Mannschaften von Oberliga bis 1. Regionalliga waren vertreten. Durch die Zwei-Punkt-Niederlage gegen den Zweit-Regionalligisten TG Würzburg, der in der Endabrechnung Rang drei belegte, rutschten die Itterstädter in das Spiel um Platz sieben, besiegten hier den Erst-Regionalligisten BBC Horchheim mit 62:53.

"Auf jeden Fall den Klassenerhalt", legt Thomas Schierburg die Messlatte in einer Saison des Umbruchs bewusst niedrig an. "Wir denken von Spiel zu Spiel — wenn mehr dabei herauskommt, habe ich nichts dagegen", so der Trainer. Zu den Stärken seiner Mannschaft zählt der 48-Jährige die Schnellangriffe und die Ausgeglichenheit des Kaders. Nicht so gut läuft's im geordneten Aufbau. "Das Team ist noch nicht richtig eingespielt", gibt er zu bedenken. Die Vorzeichen vor dem Auftakt am Samstag (19 Uhr) in Uerdingen geben zudem Anlass zur Sorge. Denn Ahmed Kaichouhi verletzte sich am Ellbogen, Jörg Holtz (Beruf) absolvierte erst zwei Übungseinheiten und Benedikt Schierburg (Rücken verrenkt) pausiert seit drei Wochen. "Der Start wird nicht einfach", weiß der Coach. Zumal Aras Kol diese Woche in seiner Heimat Armenien weilt.

(RP)