Lokalsport: Werfer ist bis in die Haarspitzen motiviert

Lokalsport : Werfer ist bis in die Haarspitzen motiviert

Bastian Munkel gilt als schweigsamer Mensch, dennoch zählt der erfahrene Handballer zu den Führungskräften von Mettmann-Sport. Zum Sport kam er durch Vater Holger, der früher als Trainer auch schon in der Kreisstadt arbeitete.

Mit seinem jahrelangen Einsatz in der Zweiten und Dritten Bundesliga ist Bastian Munkel neben Andre Loschinski der erfahrenste Akteur in den Reihen des Oberligisten Mettmann-Sport. Obwohl er Solinger ist, verbinden viele den Namen Munkel eng mit der Mettmanner Handball-Historie. "Das könnte daran liegen, dass mein Vater auch hier als Trainer aktiv war und ich schon als A-Jugendlicher hier gespielt habe", sagt der Polizeikommissar, der nach einigen Stationen in höheren Ligen vor gut einem Jahr zurück ins Herrenhaus fand.

Großen Anteil daran, dass Munkel wieder bei den ME-Sport-Handballern landete, hatte mit Andre Loschinski einer seiner besten Freunde, der froh ist, wieder mit seinem Kumpel spielen zu können. "Ich halte sowohl sportlich als auch menschlich sehr viel von ihm. Auf Basti kann man sich sowohl auf dem Feld als auch außerhalb immer verlassen. Der ist immer da, wenn man ihn braucht. Und für uns ist seine Erfahrung Gold wert", schwärmt der Routinier von Munkel, der nach seinem Wechsel im vergangenen Winter ohne Vorbereitungszeit sofort einschlug.

Obwohl er beim Drittligisten Schalksmühle berufsbedingt monatelang nicht trainiert hatte, übernahm Munkel beim damals schwächelnden Verbandsligisten sofort Verantwortung und brachte Mettmann-Sport mit seinen Toren wieder in die Spur, hatte daher großen Anteil am Gewinn der Meisterschaft und dem Aufstieg. Seine Art scheint bei einigen Beobachtern manchmal eigenwillig, Loschinski mag diese Ansicht allerdings nicht teilen. "Basti ist bis in die Haarspitzen - manchmal durchaus etwas zu viel - motiviert. Er sagt, wenn es was zu sagen gibt. Sonst spart er sich die Spucke lieber", beschreibt Loschinski den Charakter seines Freundes. "Ich bin halt eher intro- als extrovertiert", bekennt sich Munkel zu seiner fokussierten Art auf dem Feld. Dem 30-Jährigen ist bewusst, "dass es bei einigen negativ ankommt. Doch spätestens wenn sie mich näher kennenlernen, wissen die, was ich für ein Typ bin." Obwohl Munkel auch schon mal Basketball und andere Sportarten ausprobierte, landete er letztlich beim Handball. Viele Hallen hat er nach eigener Aussage mit Vater Holger schon im Kinderwagen kennengelernt. Während es in seinem Beruf und im Sport schon mal hektisch zugehen kann, geht Munkel in seiner übrigen Zeit einem Hobby nach, das man ihm ebenso wenig zutrauen würde. Denn der Handballer hält Reptilien. "Auch das hat von meinem Vater abgefärbt. Sie wirken sehr beruhigend und entspannend auf mich - dabei kann ich richtig abschalten", berichtet der Tierliebhaber von seiner ungewöhnlichen Leidenschaft, die ihm wieder neue Kraft gibt, im Job und in der Halle Vollgas zu geben.

(erd)
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