Handball: Weiterhin im Tabellenkeller

Handball : Weiterhin im Tabellenkeller

Die ME-Sport-Handballerinnen verlieren in einem enttäuschenden Oberliga-Spiel mit 21:22. Torhüterhin Nicole Hillig und Andrea Glasmacher führen den ebenfalls schwachen SV Friedrichsfeld zum Sieg.

Mettmann-Sport — SV Friedrichsfeld 21:22 (9:8). "Jetzt kommen die Spiele gegen Mannschaften auf Augenhöhe, gegen die wir die Punkte für den Klassenerhalt holen müssen", lautete die Devise im ME-Sport-Lager vor der Partie gegen Friedrichsfeld.

Torhüterin Johanna Giebisch bot eine überzeugende Leistung. Foto: Dietrich janicki

Doch die Mettmanner Oberliga-Handballerinnen mussten in einem extrem, schwachen Spiel eine 21:22-Heimpleite einstecken und bleiben im Tabellenkeller. Dabei war die junge Mannschaft des Trainerduos Mark Kopold und Jörg Büngeler den Gästen in vielen Belangen überlegen, scheiterte aber erneut an der Abschlussschwäche und Unerfahrenheit.

Vielversprechender Auftakt

Die erste Halbzeit begann vielversprechend für die Gastgeberinnen, die nach 13 Minuten 6:3 vorne lagen — doch dann kam der ME-Sport-Motor aber ins Stottern. Das lag in erster Linie an der SV-Torhüterin Nicole Hillig (früher beim Zweitligisten TuS Lintfort), die mehrfach die allerdings oft schwachen Würfe der Mettmannerinnen entschärfte und fast im Alleingang dafür sorgte, dass die Gäste nicht nur den Anschluss fanden, sondern durch fünf Tore in Serie sogar mit 8:6 in Führung gingen.

Zwar lag ME-Sport zur Pause wieder mit 9:8 vorne, überzeugend war der Auftritt aber weiterhin nicht. Nach dem Wiederanpfiff erhöhten die Mettmannerinnen zunächst auf 12:10, doch die Friedrichsfelderinnen hatten beim 16:15 wieder die Nase vorn und ließen sich die knappe Führung — trotz einer ebenfalls schwachen Leistung — nicht mehr abnehmen. Die ME-Sport-Handballerinnen erzielten zwar mehrmals den Anschlusstreffer, der Ausgleich wollte aber nie gelingen.

Den größten Anteil am Sieg der Gäste hatte neben Torhüterin Nicole Hillig die reaktivierte frühere Bundesligaspielerin Andrea Glasmacher. Die 46-Jährige war zwar die mit Abstand älteste Handballerin auf dem Feld, dirigierte aber die Angriffe mit viel Übersicht und setzte ihre Mitspielerinnen immer wieder geschickt ein.

Wiedermal konnte das junge ME-Sport-Team das unbestritten vorhandene Potenzial nicht abrufen. Nur Torhüterin Johanna Giebisch und Kreisläuferin Svenja Fischer überzeugten, die restlichen Spielerinnen waren völlig außer Form.

Es gab aber auch eine erfreuliche Nachricht aus dem ME-Sport-Lager: Kreisläuferin Sabrina Berten brachte am Dienstag im Mettmanner Krankenhaus Jonah zur Welt. Die Mutter und der 52 Zentimeter große und 3720 Gramm schwere Sohn sind wohlauf.

(ff)
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