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Weibliche A-Jugend des Haaner TV ist spitze

Handball : HTV-Talente feiern vorzeitig den Oberliga-Titel

Als Niederrheinmeister ist die weibliche A-Jugend des Haaner TV für das finale Turnier um die Nordrheinmeisterschaft qualifiziert.

Dass Haan eine Handballstadt ist, dürfte in der hiesigen Sportszene bekannt sein. So ist die erste  Herrenmannschaft der Unitas als Spitzenreiter der Oberliga auf dem Weg in die Regionalliga, Das Frauen-Team der HSG Adler Haan – eine Fusion von Unitas und Haaner TV – sind als Liga-Neuling ebenfalls Tabellenführer in der Oberliga, streben unter Trainer André Wernicke den dritten Aufstieg in Folge an und könnten dann in der kommenden Saison als junges Team ebenfalls in der Regionalliga antreten.

Die Erfolgsgeschichte des Haaner Handballs wird aber nicht von den Senioren-Mannschaften, sondern auch im Jugendbereich geschrieben. Daran ist André Wernicke ebenfalls federführend beteiligt. Denn er trainiert die weibliche A-Jugend des Haaner TV, der für seine gute Jugendarbeit bekannt ist. Jetzt krönt die Mannschaft eine souveräne Saison mit dem Titel als Niederrheinmeister in der Jugend-Oberliga. „Durch die Meisterschaft haben sich meine Mädels für die kommende Spielzeit einen direkten Startplatz in der neugeschaffenen A-Jugend Regionalliga Nordrhein gesichert“, erläutert Wernicke. Er fügt hinzu, dass in der neuen Liga dann die neue weibliche A-Jugend des Jahrganges 2002 an den Start geht.

Die erfolgreiche Spielzeit ist für das Team der aktuellen A-Jugend aber noch nicht abgeschlossen, denn am Wochenende 4. und 5. Mai wird in einem Final-Four-Turnier der Nordrheinmeister ausgespielt. Dort trifft zunächst der Meister des Handballverbandes Niederrhein (Haaner TV) auf den Zweiten des Handballverbandes Mittelrhein (BTB Aachen) sowie der Meister des Handballverbandes Mittelrhein (Bayer Leverkusen) auf den Zweiten des Handballverbandes Niederrhein (VT Kempen). Die Sieger der beiden Begegnungen ziehen in das Finale um die Nordrheinmeisterschaft ein. „Wie ich meine ehrgeizigen Mädels kenne, werden sie alles daran setzen, dass sie das Finale erreichen, um dann hoffentlich mit einem weiteren Meistertitel eine tolle Saison zu krönen“, geht Erfolgstrainer Wernicke optimistisch an die anspruchsvolle Aufgabe heran.

Schon vor Beginn der Saison 2018/19 gingen die A-Jugend-Spielerinnen der Jahrgänge 2000 bis 2002 mit einigen Erwartungen in die Qualifikation zur Bundesliga, doch das Team scheiterte knapp in der letzten Runde. „Daher lag bei den Handballerinnen der Jahrgänge 2000 und 2001 der Fokus eher auf dem Seniorenbereich, wobei sie aber zugleich weiterhin in der weiblichen A-Jugend spielten“, berichtet Wernicke. Die A-Jugend wurde mit einem Teil der Spielerinnen des Jahrgangs 2002 verstärkt, die noch der B-Jugend angehören, die selbst höherklassig spielt und der Regionalliga Nordrhein angehört. Für einen Teil der Handballerinnen des Jahrgangs 2002 ist es übrigens bereits der zweite Niederrheinmeistertitel, da sie schon vor Jahren als D-Jugendliche diesen begehrten Titel holten. Auch das dokumentiert die erfolgreiche Jugendarbeit des Haaner TV.

Aus der in diesem Jahr so erfolgreichen weiblichen A-Jugend wechseln die Handballerinnen des Jahrgangs 2000 in der kommenden Saison in den Seniorenbereich, in dem sie teilweise schon Erfahrung sammelten. Chiara Siegmund, Chantal Frenzel, Leonie Fagin und Nadine Hölterhoff trugen wesentlich dazu bei, dass die erste Frauenmannschaft der HSG Adler Haan in der Oberliga Spitzenreiter ist. Im Kader der Zweitvertretung, die in der Verbandsliga antritt, stehen hingegen Lucie Pottmann, Charline Berger und Anna Lea Apelt.

Dass der A-Jugend-Niederrheinmeister in Zukunft in der aktuellen Zusammensetzung nicht mehr auflaufen wird, bedauert André Wernicke, denn er hat die Spielerinnen im Jugendbereich über lange Zeit begleitet. „Ich habe sehr viele schöne und erfolgreiche Momente mit dieser Mannschaft erlebt. Diese Zeit werde und möchte ich nicht vermissen“, sagt der Trainer des Haaner TV und blickt mit etwas Wehmut zurück: „Es sind viele überragende Spielerinnen aus dieser Mannschaft hervorgegangen, die sich auch in ihrer Persönlichkeit sehr gut entwickelt haben.“