Fußball : Vom Glück verlassen

In Ratingen hatten die Landesliga-Fußballerinnen des SV Nord den Sieg schon vor Augen. Am Ende aber ging die Mannschaft von Nadine Handte trotz eines engagierten Auftritts leer aus.

Ratingen-West — SV Hilden-Nord (Damen) 2:1 (1:0). Die Fußballerinnen des SV Nord kassierten in Ratingen eine unglückliche Niederlage. "Trotz guter Teamarbeit hat es heute nicht gereicht", erklärte Nadine Handte tief enttäuscht. Die Hildenerinnen setzten sich im Vorfeld das Ziel, besonders in der Defensive als Team zu agieren, um den spielstarken Gastgeberinnen keinen Platz zu lassen. Doch die Norderinnen ließen jedoch immer wieder Konter des ASC zu. Die Ratingerinnen markierten nach einer halben Stunde die 1:0-Führung (30.). Nach einem Gestocher im Strafraum schob eine Stürmerin den Ball aus kurzer Distanz über die Torlinie. Doch die Gäste ließen sich nicht unterkriegen. Die Itterstädterinnen spielten weiter konzentriert nach vorne, ohne jedoch zählbaren Erfolg zu ernten.

Nach der kurzen Verschnaufpause in der Kabine, in der Nadine Handte ihr Team frisch motivierte, baute der SV Nord wieder Druck auf. Nach einem langen Pass auf Jasmin Salomon ließ die Angreiferin zwei Gegenerinnen aussteigen. Eine weitere ASC-Verteidigerin konnte die Stürmerin kurz vor dem Strafraum nur noch mit einem Foul stoppen. Beim folgenden Freistoß zirkelte Barbara Götzen den Ball an die Latte. Janiena Janik, die wieder in der Startformation stand, verwertete den Abpraller per Kopf zum 1:1-Ausgleich (55.).

Der SV Nord verstärkte nun den offensiven Druck. Zumal wenig später eine Ratingerin wegen Meckerns die rote Karte sah — in Überzahl erhöhten sich die Chancen der Hildenerinnen. Jasmin Salomon vergab jedoch eine glasklare Möglichkeit (84.). Nach einer Steilvorlage lief die Stürmerin rund 40 Meter frei auf den Ratinger Kasten zu, schüttelte zwei Verfolgerinnen ab und versetzte auch die Torhüterin. Zwei Meter vor der Linie sprang Salomon der Ball jedoch vom Fuß ins Aus. "Draußen haben wir schon alle gejubelt und uns als Siegerinnen gesehen", berichtete Nadine Handte. Fünf Minuten danach landete der Ball statt dessen unerwartet im Hildener Netz. Mit einem Lupfer über Keeperin Regina Mennicken markierte der ASC den 2:1-Endstand.

"Im gesamten Verlauf der Partie haben wir eine gute Leistung gezeigt", lobte Nadine Handte ihr Team: "Wir haben hinten gut gestanden." Nur in den letzten zehn Minuten habe sich ihre Elf zu weit in die eigene Hälfte drängen lassen — und das wurde bitter bestraft. Jetzt wollen die Norderinnen in der zweiwöchigen Osterpause neue Kraft tanken und neuen Mut schöpfen.

(RP)
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