Volleyballerinnen der Hildener AT greifen wieder an

Volleyball : HAT-Volleyballerinnen greifen wieder an

Nach dem Abstieg aus der Oberliga verpassten die Hildenerinnen den direkten Wiederaufstieg. Jetzt formiert sich das Team ganz neu.

Als die Volleyballerinnen der Hildener AT im vergangenen Frühjahr aus der Oberliga abstiegen, war die Enttäuschung groß. Denn letztlich gaben interne Probleme den Ausschlag. „Es war einfach zu viel Unruhe drin“, formuliert es Rainer Knietzsch. Immer wieder musste der HAT-Trainer sein Team umbauen. „Wir waren nie richtig vollständig“, nennt der 58-Jährige das größte Manko und ergänzt: „Die Stammspielerinnen haben sich die Klinke in die Hand gegeben: Wenn vier zurückkamen, fielen die nächsten aus.“ Die Gründe waren vielschichtig: Krankheit, Familie oder Beruf. Der personelle Notstand hatte zur Folge, dass die Mannschaft im Tabellenkeller festhing. „Dabei hatten wir ein Jahr zuvor mit der fast gleichen Mannschaft den dritten Platz in der Oberliga belegt“, sagt Knietzsch im Rückblick mit einem leichten Seufzen.Letztlich führte der personelle Notstand sein Team geradewegs in die Verbandsliga.

In der abgelaufenen Spielzeit schrieben sich die HAT-Volleyballerinnen den direkten Wiederaufstieg auf die Fahne. Ein Unterfangen, dass misslang. „Am Anfang war der Druck einfach zu groß“, erkannte Knietzsch. Dazu kam der traditionell durchwachsene Start in die Spielzeit. „In der Anfangsphase der Saison sind wir wegen der Herbstferien immer etwas schwach aufgestellt“, stellt der Trainer fest. Deshalb gab er ein neues Ziel heraus: „Wir wollten erst einmal Spaß haben und dann schauen, wie weit wir kommen.“ Am Ende führte die lockere Devise auf den dritten Platz unter neun Mannschaften – ein Verein hatte sein Team zurückgezogen. „Es war eine gute Saison“, lautet das Fazit des HAT-Übungsleiters. Gleichwohl fügt er hinzu: „Wir hätten noch weiter oben mitspielen können.“

Mittlerweile stecken die Hildenerinnen in der Vorbereitung auf die neue Saison. Einige Spielerinnen hörten aus familiären oder beruflichen Gründen auf. Zwei wichtige Kräfte zog es zu neuen Klubs. Libera Christin Nadolski schloss sich dem Regionalligisten SG Langenfeld an, Mittelblockerin Jojo Siegert wechselte zum Ligarivalen SV Bayer Wuppertal. Zwei Abgänge, die ins Kontor schlagen. „Der Abschied von Christin tut uns spielerisch und menschlich weh. Die Regionalliga schafft sie aber locker“, gesteht Knietsch. Siegert hingegen vergrößert das Loch auf der Mitte. „Da haben uns drei Spielerinnen verlassen“, sieht der Coach die Besetzung der Position als problematisch an – vom alten Kader blieb lediglich Laura Iserloh, neu ist dagegen Sofia Bahn (ART Düsseldorf).

Gleichwohl kann der HAT-Übungsleiter jetzt wieder aus dem Vollen schöpfen, weil er mit dem Verein neue Wege geht. „Wir haben die Werbetrommel für ein offenes Probetraining gerührt“, berichtet Knietzsch. Die Resonanz war groß. Letztlich gaben zehn neue Spielerinnen ihre Zusage und bilden nun mit den verbliebenen Volleyballerinnen der Vorsaison einen 17-köpfigen Kader. „Viele Vereine greifen inzwischen zu diesem Mittel“, sagt Knietzsch und betont: „Wir wären sonst nicht spielfähig gewesen. Es hat aber gut funktioniert und jetzt haben wir wieder ein gutes Team zusammen.“

Nach der Erfahrung der vergangenen Verbandsliga-Runde hält der Hildener Trainer das Thema Aufstieg diesmal flach. „Wir wollen im Team mit möglichst viel Spaß möglichst effektiv spielen“, erläutert er die Strategie und fügt hinzu: „Wir wollen locker, flockig an die Sache herangehen und mutig spielen. der Aufstieg ist o.k., wenn er sich daraus ergibt.“

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