Fussball: Viele Derbys locken zum Fußball in die Halle

Fussball: Viele Derbys locken zum Fußball in die Halle

Die großen Namen fehlen. Trotzdem bietet die Niederbergische Hallenmeisterschaft erneut ein attraktives Teilnehmerfeld.

Eines der traditionsreichsten Fußball-Hallenturniere im Kreis Mettmann ist das Adolf-Lutz-Gedächtnisturnier, das zugleich als niederbergische Hallenmeisterschaft ausgetragen wird. Am Sonntag gehen in der Fliethe-Halle zwölf Mannschaften in zwei Sechser-Gruppen an den Start. Wenn auch nicht – wie früher – die ganz zugkräftigen Teams dabei sind, ist es dem Organisationsteam um den Vorsitzenden Michael Massenberg und Turnierchef Werner Walinski vom 1. FC Wülfrath trotzdem gelungen, erneut ein interessantes Teilnehmerfeld zusammenzustellen. „Es wird immer schwieriger, höherklassiger Vereine für die Teilnahme an den niederbergischen Hallenmeisterschaften zu gewinnen. Der Fußball auf dem Hallenparkett hat wohl aus verschiedenen Gründen an Attraktivität verloren“, vermutet Massenberg.

Die Verantwortlichen dürfen trotzdem auf einen attraktiven Turniertag hoffen, denn es werden am Rande gleich zwei Stadtmeisterschaften ausgetragen. Es nehmen der Veranstalter und Bezirksligist 1. FC Wülfrath sowie die A-Kreisligisten TSV Einigkeit Dornap und Rot-Weiß Wülfrath teil – also alle drei Fußballvereins aus der Kalkstadt. Hinzu kommt, dass die drei Mettmanner Klubs ASV Mettmann, FC Mettmann 08 und Mettmann-Sport mitmachen. Aufgrund dieser Lokalderbys dürfte in der Fliehte-Halle schon einiges los sein. Im derzeit personell kräftig aufrüstenden A-Kreisligisten Rot-Weiß Lintorf und der SSVg. Velbert sind weitere profilierte Teams aus dem Kreisgebiet dabei.

Lintorf hat sich in der Winterpause mit dem früheren Torjäger der SSVg. Heiligenhaus verstärkt. Christian Schuh lief zuletzt für den Landesligisten TVD Velbert auf. Zudem wechselte jetzt Altan Top vom ASV Mettmann nach Lintorf, wo sein Bruder Dennis als Trainer tätig ist. Seinen Titel aus dem Vorjahr wird der Bezirksligist ASV Mettmann nicht verteidigen. „Ich habe frühzeitig dem FCW signalisiert, dass wir diesmal aus verschiedenen Gründen nicht teilnehmen und unsere zweite Mannschaft als Vertretung schicken“, sagt Maik Franke. Der ASV-Coach nennt unter anderem den derzeit verletzungsbedingt ausgedünnten Kader als Grund.

Außerdem macht er kein Geheimnis daraus, dass ihm im Vorjahr der lange Turniertag nicht gefallen habe. „Da waren wir von neun Uhr morgens bis abends um 20 Uhr in der Halle und hatten alle zwei Stunden ein Spiel.“ Er meldet in Bajrush Azemi den Abgang eines torgefährlichen Stürmers. Franke: „Er wechselt zu Türkgücü Velbert. Dort wünschen wir ihm viel Erfolg.“ Wieder in den Kader zurückgekehrt ist Severin Przybylski. Gut verstärkt hat sich Rot-Weiß Wülfrath durch die Torjäger Ilka Topal und Kenan Erdem. Rückkehrer Topal schoss in der vergangenen Saison 40 Treffer für die Rot-Weißen.

„Wir waren beim letzten Hallenmasters des FCW Vierter und wollen auch diesmal eine gute Rolle spielen“, sagt Rot-Weiß-Coach Frank Sippli. Dornaps Vorsitzender Karl-Heinz Schultz macht ebenfalls deutlich, dass sein Team beim Hallenturnier Ambitionen habe: „Wir sind vorige Woche beim gut besetzten Sudhöhenturnier in Wuppertal immerhin ins Finale gekommen.“

Mehr von RP ONLINE