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VfB Hilden scheidet gegen SSVg Velbert aus dem Niederrheinpokal aus

Fußball : Gegen Turu soll es der VfB besser machen

Unter der Woche schieden die Hildener im Niederrheinpokal bei Oberliga-Konkurrent SSVg Velbert aus, nun geht es zu Turu Düsseldorf. „Das ist für uns ein sehr wichtiges Spiel. Düsseldorf steht aktuell hinter uns, und wir wollen, dass das auch so bleibt“, sagt VfB-Trainer Marc Bach.

Die Oberliga-Fußballer des VfB Hilden unterlagen am Mittwochabend im Achtelfinale des Niederrheinpokals beim Klassenkonkurrenten SSVg Velbert mit 0:2 (0:2) und mussten sich damit aus diesem Wettbewerb verabschieden. „Das ist für uns wirklich sehr ärgerlich, weil mehr drin gewesen wäre. Am Anfang waren wir vielleicht ein bisschen zu aktiv und sind ins offene Messer gelaufen“, sagte VfB-Coach Marc Bach.

Die Hausherren, die in der Oberliga als Achter einen Platz vor Hilden liegen, präsentierten sich von Beginn an überraschend defensiv und suchten ihr Heil vor allem in Umschaltsituationen. Der VfB hatte dadurch viel Ballbesitz und Spielkontrolle, stellte damit in den Augen seines Trainers aber genau die falschen Dinge an: „Wir haben es viel zu oft durchs Zentrum versucht und hatten dabei immer wieder Ballverluste, die Velbert zum Kontern genutzt hat. Wenn wir es dann mal über die Außen probiert haben, sind wir häufig sogar bis zur Grundlinie durchgekommen, da hat man gesehen, wie es hätte laufen können.“

Nach nur zehn Minuten klingelte es zum ersten Mal im Kasten von VfB-Keeper Marvin Oberhoff, auch weil die Hildener Defensive in dieser Situation nicht die nötige Konsequenz an den Tag legte – 0:1 (10.). Ähnliches galt beim 2:0 der Velberter, als die Gäste den Ball nach einer Ecke nicht aus dem eigenen Strafraum klären konnten (36.). Zuvor hatte David Szewczyk mit einem Schrägschuss die beste Hildener Gelegenheit im ersten Durchgang gehabt (20.), und nach einer halben Stunde verweigerte Schiedsrichter Florian Heien dem VfB einen Elfmeter, nachdem der Ball einem Velberter Verteidiger im Strafraum an die Hand gesprungen war (31.).

Der Unparteiische stand dann auch nach dem Seitenwechsel im Mittelpunkt. Denn anstelle von Heien, der sich anscheinend verletzt hatte, pfiff einer der bisherigen Linienrichter die zweite Hälfte mit halbstündiger Verspätung an. Der Part des Linienrichters wiederum wurde von einem noch rasch instruierten Zuschauer übernommen.

Gegen nun noch tiefer stehende Hausherren taten sich die Hildener auf dem schwierig zu bespielenden Naturrasenplatz auch im zweiten Durchgang schwer. „Der Gegner wollte nicht mehr, und wir haben zwar alles versucht, konnten aber nicht so richtig“, resümierte Bach, der aber immerhin mit der Einstellung seiner Mannschaft einverstanden war: „In der zweiten Halbzeit haben sich die Jungs gewehrt und Moral bewiesen. Darauf können wir aufbauen.“ Abgesehen von dem ein oder anderen Standard von Talha Demir schaffte es der VfB jedoch kaum, Gefahr vor dem Velberter Tor zu entfachen. Die beste Gelegenheit zum Anschlusstreffer hatte der eingewechselte Oluwabori Falaye dann auch erst in der Schlussphase, als er aus 16 Metern am SSVg-Keeper scheiterte (80.).

Schon am kommenden Sonntag bekommen die Hildener aber bereits die Gelegenheit, es besser zu machen. Dann steht das Meisterschaftsspiel bei Turu Düsseldorf auf dem Programm (15 Uhr). Wie schon in Velbert erwartet den VfB auch an der Düsseldorfer Feuerbachstraße ein großer Naturrasenplatz, auf dem sich die Turu in den bisherigen Spielen immer teuer verkaufte. „Das ist für uns ein sehr wichtiges Spiel. Düsseldorf steht aktuell hinter uns, und wir wollen, dass das auch so bleibt. Außerdem könnten wir mit dem Sieg die 20-Punkte-Marke erreichen und hätten dann schon die Hälfte von dem, was wir am Saison­ende brauchen“, sagt Bach, dem sich gerade in der Offensive wieder neue Möglichkeiten bieten. Einerseits ist Angreifer Selcuk Yavuz nach überstander Krankheit wieder mit von der Partie, und auch bei Pascal Weber, der das Niederrheinpokalspiel in Velbert wegen einer Erkältung verpasste, dürfte es wohl reichen. Weber zu Hause zu lassen, war dabei auch eine Vorsichtsmaßnahme: Schon vor vier Wochen hatte die Hildener eine Grippewelle ereilt und gleich mehrere Spieler außer Kraft gesetzt. „So etwas können wir gerade überhaupt nicht gebrauchen“, sagt Bach, der bei seinem erfahrenen Angreifer deshalb kein Risiko einging.

Abgesehen von den Langzeitverletzten Patrick Percoco, Robin Müller und Len Heinson kann der Trainer in Düsseldorf damit aus dem Vollen schöpfen.