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Fußball: VfB Hilden peilt den nächsten Punkt an

Fußball : VfB Hilden peilt den nächsten Punkt an

Toni Molina pflegt weiter das Prinzip der kleinen Schritte. Nach dem schweren Spiel gegen Aufsteiger 1. FC Bocholt fordert der Trainer des Fußball-Oberligisten VfB 03 am Sonntag in Bösinghoven erneut höchste Konzentration.

TuS Bösinghoven - VfB Hilden. Vier Punkte in drei Begegnungen - eine Ausbeute, die Toni Molina durchaus zufriedenstellt. Auch wenn die Fußballer des VfB 03 vergangenen Sonntag den Sieg gegen Aufsteiger 1. FC Bocholt erst in der Nachspielzeit aus der Hand gaben. "Über die gesamte Spielzeit die Räume gegen eine Mannschaft wie Bocholt zuzustellen, ist schwierig", erklärt der Hildener Trainer. Und hakte das Remis deshalb schnell ab.

Seit Anfang der Woche gilt das Augenmerk vielmehr dem nächsten Gegner. "Auch die Bösinghovener steht unter Druck - die müssen gewinnen", sieht Molina mehr Last auf den Schultern der Gastgeber ruhen, die erst einen Zähler auf ihrem Konto haben. Allerdings hatten auch die TuS-Fußballer vergangenen Sonntag einen Sieg vor Augen. Immerhin führten sie bei Ratingen 04/19 bereits mit 2:1, vergaben dazu die große Chance, auf 3:1 zu erhöhen. Statt dessen führte ein individueller Fehler zum Ausgleich. Trotzdem steht für Robert Palikuca fest: "Es war definitiv ein Schritt nach vorne." Mit dem gleichaltrigen Olivier Caillas, der selbst noch im Mittelfeld aufläuft, bildet der 36Jährige das Bösinghovener Trainergespann.

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Eine entscheidende Rolle kann der kleine Platz auf der Anlage am Windmühlenweg spielen. "Der ist noch kleiner als unser Kunstrasen", sagt Toni Molina und warnt: "Ab 30 Meter vor dem Tor ist jeder Einwurf genauso gefährlich wie eine Ecke." Vielleicht auch eine Chance für die Hildener, die mit Florian Marx einen Einwurf-Spezialisten in ihren Reihen haben.

Zu den herausragenden Kräften im Bösinghovener Team zählt der Hildener Trainer Stürmer Kevin Dauser, der "aus allen Lagen schießt". Dazu muss der VfB 03 auf den kopfballstarken Abwehrrecken Stefan Galster aufpassen. Und eben auf Olivier Caillas, den Molina noch aus Fortuna-Zeiten kennt. Im vergangenen Jahr lief der 36-Jährige noch in der Regionalliga auf, absolvierte 34 Begegnungen für die Zweitvertretung von Schalke 04. Seine Erfahrung warf er zuletzt auch in Ratingen in die Waagschale, als der TuS einen 0:1-Rückstand in eine 2:1-Führung wandelte. Entsprechend groß ist Molinas Respekt vor dem "technisch starken" Spieler.

Auf der anderen Seite brauchen aber auch die Hildener ihr Licht nicht unter den Scheffel zu stellen. Immerhin lieferten sie gegen den 1. FC Bocholt eine große kämpferische Leistung. Allerdings zollten sie am Ende dem hohen Kräfteverschleiß Tribut. "Wir müssen jedes Spiel wieder mit hundert Prozent zur Sache gehen", unterstreicht Molina. Der Trainer gesteht: "Das bedeutet viel Arbeit, auch gedanklich, und ist sehr anstrengend." In einem Punkt ist er aber froh: "Ich kann weiterhin aus dem Vollen schöpfen." Bislang gibt es also trotz der enormen Belastung keine Ausfälle - auch ein Verdienst von Diplom-Sportwissenschaftler Björn Opgenoorth, der mit den Hildener Fußballern eine akribische Leistungsdiagnostik durchführte und individuelle Trainingspläne erstellte. Für Toni Molina bedeutet das die Qual der Wahl. Und angesichts der Leistungsdichte im Kader ist eine erneute Rotation zu erwarten. Für Sven Röttgen soll auf jeden Fall wieder Nils Remmert in die Abwehr rücken.

(RP)