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Fußball: VfB 03 will jetzt TuRU Düsseldorf ärgern

Fußball : VfB 03 will jetzt TuRU Düsseldorf ärgern

Im Abstiegskampf der Fußball-Oberliga kämpfen die Hildener um jeden Punkt. Der Aufsteiger schöpft nach dem Unentschieden beim Favoriten Wuppertaler SV wieder Hoffnung - und baut jetzt auch auf die Unterstützung der Fans.

VfB Hilden - TuRU Düsseldorf. Fünf Spieltage vor dem Saisonende ist das Ziel des VfB 03 klar umrissen. "Wir wollen die Liga halten", sagt Toni Molina mit Nachdruck. Und der Hildener Trainer rechnet sich gute Chancen aus, dass seine Mannschaft dieses Unterfangen aus eigener Kraft realisieren kann. Denn der Aufsteiger trifft im Endspurt der Fußball-Oberliga mit dem VfL Rhede, dem VfB Speldorf und Schlusslicht PSV Lackhausen-Wesel noch auf drei Mannschaften, deren Abstieg in die Fußball-Landesliga bereits besiegelt scheint.

Doch Trainer Molina will sich nicht allein auf diese drei Begegnungen verlassen, sondern setzt bereits am Sonntag (15 Uhr, Hoffeldstraße) gegen die TuRU auf Sieg. Denn das 0:0 am Ostermontag beim hohen Favoriten Wuppertaler SV gab den Hildenern mächtig Auftrieb. "Das war ein wichtiger Punktgewinn", konstatiert Molina. Durch das Remis hat seine Mannschaft nur noch drei Punkte zum ebenfalls abstiegsgefährdeten SV Sonsbeck, der am Sonntag Ratingen 04/19 empfängt.

Im Hinspiel boten die Hildener eine bravouröse Leistung. Denn schon nach 20 Minuten lagen sie mit 0:2 zurück. Für das 1:0 sorgte Gianluca de Meo, der als Jugendlicher noch für den VfB 03 spielte, inzwischen aber auf dem Sprung ins Regionalliga-Team des FC Schalke 04 steht. Mit dem 2:0 schien Nikola Aleksic die Weichen vorzeitig auf TuRU-Sieg zu stellen. Doch in der Folge spielte die Molina-Elf immer besser auf, markierte noch vor der Pause durch Emrah Cavdar den Anschlusstreffer. Der Stürmer vollendete außerdem kurz nach dem Wiederanpfiff einen Konter zum 2:2. In den letzten zehn Minuten verteidigten die Hildener mit aller Macht das wichtige Unentschieden - trotz Unterzahl: Fabian zur Linden kassierte die gelb-rote Karte, Stefan Schaumburg sah sogar den roten Karton.

Auch diesmal zeigt der VfB-Trainer Respekt vor der TuRU. Molina zählt neben Gianluca de Meo noch die Mittelfeldakteure Benjamin Schütz und Philip Lehnert als wichtigste Kräfte auf. Gleichwohl verkündet er: "Wir wollen so agieren, dass wir die drei Punkte einfahren, auch wenn das vielleicht nicht für jeden zu erkennen ist." Bei diesem Unterfangen setzten die Hildener auch auf die Unterstützung ihrer Fans. "Wir hoffen, dass viele am Sonntag zum Spiel kommen", wirbt der Coach. Eine Hilfe, die sein Team gut gebrauchen kann, denn die personelle Lage bleibt angespannt. Emrah Cavdar, der in Wuppertal trotz Mandelentzündung einen bravourösen Auftritt hinlegte, blieb diese Woche dem Training fern. Dafür kommt aber Vincenzo Lorefice nach langer Verletzungspause allmählich in Schwung. Besonders erfreulich: Nach acht Wochen Abstinenz steht erstmals wieder Pascal Weber im Kader. Der Stürmer arbeitete nach seinem Innenbandriss mit Unterstützung von Diplom-Sportwissenschaftler Björn Opgenoorth hart an seiner Genesung. "Großes Kompliment", freut sich Molina über die unerwartet frühe Rückkehr. Und weil auch Fabian Andree, der wegen Adduktorenproblemen zwei Wochen pausieren musste, wieder fit ist, wirkt der Trainer trotz des Abstiegskampfs entspannt.

(RP)