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Fußball: VfB 03 will in der Erfolgsspur bleiben

Fußball : VfB 03 will in der Erfolgsspur bleiben

Am Sonntag erwarten die Hildener Oberliga-Fußballer den ambitionierten 1. FC Bocholt. Der Aufsteiger zählt aufgrund seiner exzellenten Besetzung auch in dieser Saison zu den Titelfavoriten und sammelte bereits sechs Punkte.

VfB Hilden - 1. FC Bocholt. Mit zwei Siegen stehen die Fußballer des VfB 03 in der aktuellen englischen Woche gut da. Allerdings fiel den Hildenern der 4:1-Erfolg am Sonntag über den Oberliga-Rivalen VdS Nievenheim wesentlich schwerer als der Pokalsieg am Mittwoch beim VfL Benrath. Die Mannschaft von Toni Molina wies den Landesligisten mit 8:2 in die Schranken. Ein deutliches Ergebnis, das aber keinen Rückschluss auf das wahre Leistungsvermögen der Hildener zulässt. "Der Gegner hat uns wenig abverlangt", sagt Molina. Und verweist lieber auf die Defizite in der eigenen Abwehr. "Wir haben uns einige Nachlässigkeiten geleistet. Ich wusste, dass wir noch ein Gegentor bekommen", erklärt er. Zugleich betont er: "Ich bin froh, dass wir schnell in Führung gegangen sind. In Pokalduellen spielen ja oft die Nerven eine große Rolle."

Der VfB-Coach gewann aber auch positive Erkenntnisse. Denn mit Miles Adeoye und Dennis Lichtenwimmer feierten gleich zwei Verletzte ihre Saisonpremiere im Hildener Team. Wegen einer Schleimbeutelentzündung verpasste Adeoye praktisch die sechswöchige Vorbereitung. Für Lichtenwimmer (Schambeinentzündung) hingegen ging in diesen Tagen eine einjährige Leidenszeit zu Ende. Bereits am Samstag spielte der Stürmer in der zweiten Mannschaft. In Benrath kam er in den letzten 25 Minuten der Pokal-Partie fürs Hildener Oberliga-Team aufs Feld. Und feierte mit dem Treffer zum 6:2 sein persönliches Erfolgserlebnis. Beide Rekonvaleszenten müssen auf dem Weg zurück aber Geduld beweisen. "Es ist schön, dass sie gespielt haben, aber für beide ist es nicht einfach, direkt wieder in den Rhythmus zu kommen", betont Molina.

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Insgesamt verändert der Trainer die Anfangsformation gleich auf sechs Positionen. Fest steht, dass Malte Engelhardt auch in den nächsten Pokalbegegnungen die Nummer eins zwischen den Pfosten ist. Für Dominik Donath, Dennis Krol, Sven Röttgen und Jannik Weber bot die Begegnung hingegen die Chance, sich für einen Einsatz in der Meisterschaft zu bewerben. Stürmer Weber nutzte sie in bewährter Manier, indem er zwei Tore markierte. Mit dieser Quote scheint er vorerst für die Anfangsformation gesetzt. Auch Sven Röttgen darf am Sonntag (15 Uhr, Hoffeldstraße) gegen den 1. FC Bocholt auf einen Einsatz von der ersten Minute an hoffen. Das liegt aber vor allem am Gegner, der über kleine und schnelle Akteure verfügt. Für Molina ist das jedoch kein Votum gegen Nils Remmert, der in den ersten beiden Oberliga-Begegnungen den rechten Part in der Abwehrkette übernahm. "Wir müssen uns daran gewöhnen, dass es sonntags Änderungen gibt, weil wir gegen eine andere Mannschaft spielen, die andere Anforderungen an uns stellt", wirbt der Trainer für die taktische Rotation. Deshalb können sich auch Dominik Donath, der in neuer Umgebung zunehmend an Sicherheit gewinnt, und Dennis Krol Hoffungen machen, bald wieder zum Einsatz zu kommen. Gerade das Spielverständnis des 23-jährigen Krol, der nach siebenmonatiger Verletzungspause den Anschluss finden will, hat es Molina angetan. "Er spielt super Pässe in den freien Raum", stellt der Coach fest. Zugleich betont er: "Die spielerische Qualität ist da. Jetzt muss er auch noch die notwendige Zweikampfhärte entwickeln."

Angesichts des gut gefüllten Kaders hat der Trainer die Qual der Wahl. Welche Startformation am Sonntag gegen den 1. FC Bocholt aufläuft, lässt er deshalb noch offen. Das ist auch eine Frage der taktischen Marschroute, denn mit dem 1. FC Bocholt kommt ein Aufsteiger, der auch in dieser Klasse zu den Titelkandidaten zählt und aus seinen Ambitionen keinen Hehl macht. "In den nächsten fünf Jahren wollen es die Bocholter bis in die 3. Liga schaffen", berichtet Molina. Entsprechend groß ist der Respekt der Hildener, zumal der Gäste-Kader gut bestückt ist. Dazu kann das Team von Manuel Jara auf eine große Fangemeinde bauen. Der Klub kündigte an, mit zwei Reisebussen und rund 150 Fans zu kommen. Aufgrund der engen Parkplatzsituation rund um die Anlage an der Hoffeldstraße rät VfB-Vorsitzender Wolfgang Appelstiel daher den eigenen Fans, das Fahrrad zu nehmen oder zu Fuß zum Platz gehen.

(RP)