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Fußball: VfB 03 kommt erst spät in Schwung

Fußball : VfB 03 kommt erst spät in Schwung

Die Hildener Oberliga-Fußballer geraten gegen den Landesligisten 1. FC Wülfrath mit 0:1 in Rückstand. Vor allem in der ersten Halbzeit verkauft sich das FCW-Team gut. Nach der Pause ist die Elf von Toni Molina stärker und gleicht aus.

VfB Hilden - 1. FC Wülfrath 1:1 (0:1). Als gestern Morgen der angekündigte Schnee fiel, drohte die Absage des Testspiels. Letztlich aber beruhigte sich das Wetter schnell wieder, so dass die Fußballer des Oberligisten VfB 03 und des Landesligisten 1. FCW doch auf einem grünen Kunstrasen ihr erstes Freundschaftsspiel im neuen Jahr absolvieren konnten. Allerdings war beiden Mannschaften die längere Pause anzumerken. Wesentlich besser kamen letztlich die Wülfrather aus den Startlöchern, die in den ersten 45 Minuten mehr Akzente setzen. Die Hildener dagegen agierten erst nach dem Seitenwechsel weitaus druckvoller. Am Ende spiegelte das Unentschieden die zwei unterschiedlichen Halbzeiten wider.

Beide Trainer gewannen zudem einige positive Erkenntnisse. "Das sah schon ganz gut aus", stellte Zeljko Nikolic fest. Der neue Coach des 1. FCW trat sein Amt erst zwei Tage vor Heiligabend an. Erstmals nahm er gestern sein Team unter Wettkampfbedingungen in Augenschein. Weil die Vorbereitung auf der eigenen Anlage am Erbacher Berg bislang unter den schlechten Wetterbedingungen litt, wartet noch viel Arbeit auf den abstiegsgefährdeten Landesligisten. "Es fehlte uns noch an der Abstimmung", stellte Nikolic fest. Und berichtete: "Es haben auch noch fünf Leute gefehlt." Von Stammkräften mochte er nicht sprechen. "Ich kenne die Mannschaft ja noch gar nicht", sagte er mit einem Lächeln. Der Konkurrenzkampf in der Wülfrather Mannschaft ist also neu eingeläutet. Nikolic nimmt es gelassen. "Wir haben noch fünf Wochen Vorbereitung", sieht der Trainer genügend Zeit, den Kader erfolgreich zu formen.

Auch Toni Molina musste auf einige Akteure verzichten. Darunter waren allerdings etliche, die Woche für Woche in der Anfangsformation zu den tragenden Säulen gehören. Das eröffnete dem Trainer jedoch die Gelegenheit zu prüfen, welche Kräfte sich im neuen Jahr vielleicht in den Vordergrund spielen können. Wie zum Beispiel Eremias Ghebremedhin, der noch zu Landesliga-Zeiten in Hilden auflief, zuletzt aber beim Bezirksligisten TSV Eller 04 spielte. Gestern trug er erstmals wieder das VfB-Trikot - noch mit einer Gastspielerlaubnis, doch die Unterschrift unter den Vertrag war nach zähen Verhandlungen um die Ablösesumme wohl nur noch eine Formsache. Nach der Partie bestätigte Vorsitzender Wolfgang Appelstiel: "Der Wechsel ist perfekt." Vincenzo Lorefice verschob vorsichtshalber seine Premiere im Hildener Trikot. Der Neuzugang von Fortuna Düsseldorf verspürte "ein Ziehen im Oberschenkel".

Angesichts der personellen Vorzeichen wunderte es nicht, dass auch Toni Molina von fehlender Abstimmung sprach. Positiv fand der VfB-Coach den Fitnesszustand seiner Mannschaft. "Wir konnten in der letzten halben Stunde noch einmal zulegen", sagte er. Das war jene Phase, in der die Hildener die Gäste zunehmend unter Druck setzten und letztlich das Unentschieden sicherten.

Die ersten 30 Minuten benötigten beide Teams zum Aufwärmen. Dann aber tauchten die Wülfrather immer öfter gefährlich vor dem VfBStrafraum auf. So musste Malte Engelhart nach einem schnellen Vorstoß über Florian Gehse vor Patrick Fryziel klären (30.). Sechs Minuten später setzte Engin Kizilarslan mit einem Steilpass Fryziel in Szene, doch dessen Querpass kam nicht bei Maximilian Steinebach an. Jean-Claude Nanevie brachte die Gäste schließlich in Front. Nach einem Zuspiel von Kizilarslan fackelte der Angreifer nicht lange und beförderte den Ball durch die Beine von Torhüter Engelhardt zur 1:0-Führung (37.) ins Netz.

Nach dem Seitenwechsel vergaben die Wülfrather die große Chance, entscheidend nachzulegen. Maximilian Steinebach düpierte den eingewechselten Lukas Schmetz, hatte danach freie Bahn vor dem Hildener Kasten. Doch statt selbst zu schießen, spielte Steinebach den Ball quer - und damit war die gute Möglichkeit vertändelt (54.). Dann setzte sich Ahmet Kizilisik auf der rechten Seite durch, passte zurück auf Steinebach, doch Keeper Engelhardt wehrte zur Ecke ab (61.). Drei Minuten später spielte Dennis Krol kurz zu Dennis Lichtenwimmer, der den Ball mit Hilfe des linken Innenpfostens in die Maschen beförderte. In der Folge forcierten die Hildener das frühe Pressing. Wirklich gute Chancen erarbeiteten sich die Fußballer des VfB 03 jedoch nicht. Die beste vermeldete Lichtenwimmer, der aus 20 Metern abzog - der neue FCW-Torwart Justin Knackmuß lenkte das Leder mit den Fingerspitzen über die Latte (80.).

(RP)